Erstellt am 06. Juli 2016, 06:41

von Bernhard Fenz und Martin Ivansich

Deutsches EM-Fieber ist allgegenwärtig. Christopher Trimmel und Philipp Hosiner sind bei Union Berlin aktiv – derzeit bebt die Hauptstadt.

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Deutschland steht dieser Tage Kopf. Nach dem erfolgreichen Elfmeter-Krimi im Viertelfinale gegen Italien folgt am Donnerstag der Halbfinal-Hit gegen Gastgeber Frankreich. Klar, dass sich unsere Nachbarn derzeit im sportlichen Ausnahmezustand befinden.

Trimmel: „ Da geht es schon ziemlich ab“

Die besagte emotionale Hochschaubahn erleben aktuell auch zwei burgenländische Profis vor Ort mit. Neuzugang Philipp Hosiner aus Eisenstadt und Christopher Trimmel aus Mannersdorf stehen bei Union Berlin in der 2. Deutschen Bundesliga unter Vertrag und befinden sich somit arbeitsbedingt in der Hauptstadt.

Bei den „Eisernen“ unter Vertrag: Der Mannersdorfer Christopher Trimmel.  |  Ivansich

„Ich lebe mitten in der Stadt, unmittelbar nach dem Sieg gegen Italien wurde draußen ein Feuerwerk gezündet. Praktisch an jeder Ecke werden die Spiele übertragen. Da geht es schon ziemlich ab“, berichtet etwa Trimmel.

Der 28-jährige Mittelburgenländer war übrigens beim 1:2 von Österreich in Paris gegen Island live dabei. „Sehr interessant, das einmal als Fan auf den Rängen zu verfolgen. Der ganze Tag war echt geil, nur steht und fällt letztlich alles mit dem Erfolg. Natürlich waren wir am Ende alle traurig.“

Wem Trimmel nun den EM-Titel zutraut? „Ich habe schon davor gesagt, dass ich an Frankreich glaube. Dabei bleibt es auch.“

Union Berlins neuester Burgenländer: Philipp Hosiner ist von Köln in die Hauptstadt gewechselt … Foto: Ivansich  |  Ivansich

Anders sieht das Neo-Kollege Philipp Hosiner (Foto oben): „Mein Finaltipp ist Portugal gegen Deutschland. Ich hoffe auch auf einen Sieg der Deutschen, vor allem, weil mein ehemaliger Kölner Teamkollege und Freund Jonas Hector (Anm.: Er setzte auch den entscheidenden Elfer gegen Italien ins Netz) mit dabei ist.“

Harte Trainingswoche bei den „Eisernen“

Beruflich haben Trimmel und Hosiner eine harte erste Woche hinter sich. Letzterer wurde nach seinem Wechsel von Köln in die Hauptstadt zu den „Eisernen“, wie die Union genannt wird, von der Mannschaft „sehr gut aufgenommen. Hier ist viel Qualität da.“ Und auch Trimmel freut es, dass „mit dem Hosi noch ein Burgenländer bei uns ist.“