Erstellt am 18. März 2013, 15:07

Gandler erfreut über "großen Sprung" des ÖSV-Teams. Die ÖSV-Biathleten haben auf der letzten Weltcup-Station am Wochenende in Chanty-Mansijsk ein Rufzeichen hinter eine starke Saison gesetzt.

Der erste Erfolg von Christoph Sumann nach der sieglosen Saison 2011/12 und der dritte Gesamtrang von Dominik Landertinger waren die sichtbaren Höhepunkte für das Team von Neo-Trainer Remo Krug. Doch der Sportliche Leiter Markus Gandler freute sich auch über den "großen Sprung", den das Team vollzogen hat. "Wir sind wieder dort, wo wir schon einmal waren, aber es geht noch mehr", erklärte Gandler am Montag.

Die Stärke des Herren-Teams wird durch die Tatsache untermauert, dass fast 1.000 Punkte mehr geholt wurden als in der Saison davor. Das ergab den fünften Platz im Nationencup und damit einen sechsten Weltcup-Startplatz im kommenden Olympia-Winter. "Das ist ganz wichtig für uns", betonte Gandler.

Dass Landertinger den dritten Gesamtrang geschafft habe, zeuge von dessen Beständigkeit und Klasse. Konstant in der gesamten Saison, wenngleich nicht so oft in die Spitze, lief auch Simon Eder (Gesamt-11.), der als einer von nur drei Läufern ein Streichresultat verzeichnete. "Mit diesen zwei bin ich super zufrieden", erklärte Gandler und freute sich über das "Comeback" von Sumann als Siegläufer.

"Etwas Besseres konnte nicht passieren, jetzt ist er richtig motiviert für Olympia", sagte der ÖSV-Biathlon-Sportchef. Sumann schoss übrigens seit Sotschi vor zwei Wochen mit dem für ihn adaptierten Ersatzgewehr von Landertinger. "Damit habe ich in vier Wettkämpfen nur zwei Fehler gehabt, wir werden über eine gute Leihgebühr reden", sagte der 37-Jährige.

Doch hinter den Routiniers, zu denen auch Daniel Mesotitsch und Fritz Pinter zählen, klafft immer noch eine Lücke. Julian Eberhard habe seine Chancen teilweise genützt, sagte Gandler. "Aber da muss noch mehr kommen. Sonst wird es schwierig."