Erstellt am 07. August 2012, 23:16

Gewichtheber Steiner gab nach Schrecksekunde auf. Vier Jahre nach seinem Märchen von Peking haben die Spiele in London für Gewichtheber Matthias Steiner mit einem kleinen Drama geendet. Der Titelverteidiger im Superschwergewicht wurde von der im Reißen nicht bewältigten Hantel im Nacken getroffen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Den Titel als stärkster Mann der Welt holte sich der Topfavorit Behdad Salimikordasiabi (Iran).

Der gebürtige Niederösterreicher Steiner, der für Deutschland antritt, ließ im zweiten Versuch 196 kg auflegen, brachte das Gewicht auch zur Hochstrecke, verlor dann aber die Kontrolle und wurde von der herabstürzenden Hantel getroffen. Der 29-Jährige klagte danach über Schmerzen im Rückenbereich. Genauere Untersuchungen im Spital sollten schwerere Verletzungen im Wirbelbereich ausschließen.

Salimi, wie der Olympiasieger genannt wird, setzte sich mit einer Zweikampfleistung von 455 kg vor seinem Landsmann Sajjad Anoushiravani Hamlabad (449 kg) sowie dem Russen Ruslan Albegow (448 kg) durch. Bei seinem Angriff auf den Weltrekord von 472 kg scheiterte der 22-Jährige. Der Iran bejubelte dank Salimikordasiabi sowie eines weiteren Golds und zweier Silbermedaillen (im Ringen, Gewichtheben und Diskuswerfen) den erfolgreichsten iranischen Olympiatag der Geschichte.