Erstellt am 12. April 2012, 14:06

Gludovatz: "Sturm darf nie Mittelmaß werden". "Biss", "Bewegung" und "unpopuläre Maßnahmen" hat der neue sportliche Geschäftsführer von Fußball-Bundesligist-Sturm-Graz Paul Gludovatz bei seiner Antritts-Pressekonferenz am Donnerstag versprochen.

Nach zwei Tagen im Amt erklärte der 65-Jährige, die Steirer gemeinsam mit dem ebenfalls neuen wirtschaftlichen Geschäftsführer Christopher Houben in eine neue Ära führen zu wollen.

"Wir wollen zusammen etwas bewegen, noch mehr, als das bereits passiert ist. Auch wenn das nicht leicht wird. Ich möchte ambitioniert, aber nicht euphorisch in die nächste Saison gehen", sagte Gludovatz.

Erster sportlicher Eckstein soll die Bestellung eines neuen Trainerteams Ende April, Anfang Mai sein. "Ich habe bereits viele Kontakte geknüpft, will aber keine Namen nennen", erklärte Gludovatz zu seiner Suche nach einem Nachfolger von Franco Foda. Die erste Gesprächsrunde sei noch nicht abgeschlossen. "In der zweiten, dritten Gesprächsrunde will ich dann den Wunschtrainer finden." Schließlich werde er mit dem neuen Team im Vorfeld sportliche Entscheidungen besprechen, "aber ich werde mich nicht in die Trainerarbeit einmischen".

Seine Minimalanforderung formulierte Gludovatz, der das neue Trainerteam "auf zwei, drei Jahre" verpflichten will, recht eindeutig: "Was ich von allen verlange, ist Biss." Zu seinem Stil merkte er ganz allgemein an: "Es wird auch viele unpopuläre Maßnahmen geben." Gleichzeitig bat er "alle um ihre Unterstützung und um offenen, ehrlichen Umgang". Mit Durchschnitt will sich Gludovatz nicht zufriedengeben: "Sturm ist kein Mittelmaß und darf es nie werden."

Auch bezüglich der Planungen auf dem Spielersektor hielt sich der langjährige ÖFB-Nachwuchs-Trainer bedeckt. "Wir haben einen meisterwürdigen Kader und dazu vielversprechende junge Leute wie Marvin Weinberger oder Christoph Kröpfl", betonte Gludovatz.

Einer der ersten, mit denen sich Gludovatz unterhalten will, ist Vereinslegende Mario Haas, dessen Vertrag so wie jener von u.a. Cavlina, Burgstaller, Standfest, Popkhadze und Okotie ausläuft. "Ich werde ausloten, was er möchte", meinte Gludovatz über den 37-Jährigen, der bereits erklärte, noch ein Jahr spielen zu wollen.