Erstellt am 20. August 2015, 06:17

von Martin Ivansich

Gludovatz zurück im Innviertel. Der Eberauer Paul Gludovatz ist seit Sonntag wieder auf der Bundesliga-Bühne. Er schlägt seine Zelte erneut in Ried auf.

Rückkehr. Der Eberauer Paul Gludovatz ist seit Sonntag wieder Trainer bei der SV Ried. Foto: Bernhard Fenz  |  NOEN, Bernhard Fenz
Nur ein Punkt aus den ersten vier Spielen. Zu wenig für Helge Kolvidsson, um mehr als 76 Tage lang Trainer der SV Ried zu sein. Einen Tag nach der 1:3-Niederlage bei der Admira trennten sich die Innviertler von ihrem Coach.

Die erste Alternative für Rieds Manager Stefan Reiter war sofort Paul Gludovatz, der erst am Samstag aus dem Urlaub zurückgekehrt ist und Sonntag bereits als Trainer in Ried engagiert war.

Der Burgenländer, der bereits von 2008 bis 2012 Cheftariner der Oberösterreicher war, brauchte für seine Entscheidung keine lange Bedenkzeit.

„Jeder Verein kommt für mich nicht infrage“

„Das Gespräch hat eine knappe Stunde gedauert, die Kompetenzen sind klar aufgeteilt und wir waren uns relativ schnell einig. Außerdem kann ich Ried schon als alte Liebe bezeichnen. Zu jedem Verein wäre ich nicht gegangen“, so der 69-Jährige.

Dessen plötzlicher Wechsel kam für viele überraschend, ist für ihn selbst aber schon fast so etwas wie Gewohnheit: „In meiner Laufbahn sind solche überraschenden Wechsel nicht selten. Von der Schule zum ÖFB und vom ÖFB damals zu Ried, das alles ist immer recht zügig über die Bühne gegangen.“

Die Zusammenarbeit zwischen dem Tabellenletzten der Tipico Bundesliga und Gludovatz ist vorerst zeitlich nicht limitiert. „Die Vorgabe ist, einfach so viele Punkte wie möglich zu machen, mit allen erlaubten Mitteln“, so Gludovatz, der gestern gemeinsam mit Co-Trainer Gerhard Schweitzer erstmals das Training leitete. Der erste Gegner am kommenden Samstag ist Sturm Graz.