Erstellt am 18. Juni 2015, 06:31

von Martin Ivansich

Mit US Open nächstes Major im Visier. Ab Donnerstag steht für Bernd Wiesberger der nächste Höhepunkt am Programm: die US Open. Zuvor lief es für den Golf-Profi beim Heimspiel in Atzenbrugg nicht nach Wunsch.

 |  NOEN, GEORG HOCHMUTH (APA)
x  |  BVZ
Bernd Wiesberger, Lyoness Open-Sieger 2012 und im Vorjahr immerhin Zweiter, wird sich an die Auflage aus dem heurigen Jahr nicht gerne zurückerinnern.

Eine erschreckend schwache Darbietung an Tag eins mit einem Score von 79 Schlägen bedeutete das Verfehlen des Cuts.

Da konnte auch ein sensationeller Tag zwei inklusive toller Aufholjagd (67er-Runde) nichts mehr daran ändern, dass der Oberwarter am Wochenende nur noch Zuschauer war.



„Ich habe gekämpft bis zum Schluss, hatte aber zu viel Gepäck vom ersten Tag mitzuschleppen“ resümierte der 29-Jährige.

Mit dem Neudörfler Amateurgolfer Markus Habeler war neben Aushängeschild Wiesberger auch ein zweiter Burgenländer bei den Lyoness Open am Start, der mit insgesamt 150 Schlägen ebenfalls am Cut scheiterte.

Habeler will an seinem Kurzspiel arbeiten

x  |  NOEN, Marschik
„Das lange Spiel war in Ordnung, auch mit dem Putten war ich – vor allem am ersten Tag – zufrieden. Im Kurzspiel werde ich in den nächsten Wochen intensiver trainieren,“ zog der junge Nationalkaderspieler Bilanz.

Auch Head-Coach Frederik Magnusson, der Caddy an Markus Seite, zeigte sich durchaus zufrieden: „Insgesamt waren das um zehn Schläge weniger als im Vorjahr – um vier Schläge näher beim Cut ist eine deutliche Steigerung. Nächstes Jahr ist der Cut im Visier.“

Nun stehen nächste Woche zwei Prüfungen an der FH Wr. Neustadt auf dem Programm, und dann geht es für den Neudörfler in die Schweiz zu den dortigen Amateurmeisterschaften.

„Man muss einfach aus solchen Runden lernen“

Für Bernd Wiesberger hingegen gehen die intensiven Wochen schon heute Donnerstag mit den US Open weiter.

Und dafür nimmt er auch ein wenig Positives mit von den Lyoness Open: „Man muss einfach aus solchen Runden lernen. Für mich gilt es nun, fokussiert zu sein. Den Cut habe ich zwar verpasst, aber die letzte Runde war doch mehr als in Ordnung. Für die US Open bin ich deshalb zuversichtlich.“ Dort wird Wiesberger gemeinsam mit Morgan Hoffmann in einem Zweier-Flight abschlagen.

Im Vorjahr war Wiesberger als erster Österreícher überhaupt bei den US Open dabei, scheiterte aber am Cut. Titelverteidiger ist der Deutsche Martin Kaymer. Das mäßige Abschneiden bei den Lyoness Open hatte für Wiesberger in der Weltrangliste keine Auswirkungen. Er steht weiter auf dem starken 37. Platz.