Erstellt am 30. April 2012, 17:10

Golfprofi Wiesberger pausiert nach Premierensieg. Mit "Superstar-Bannern" ist Golfprofi Bernd Wiesberger am Tag nach seinem erstmaligen Turniertriumph in Südkorea von Familie, Freunden und Sponsoren auf dem Wiener Flughafen empfangen worden.

Müde aber glücklich obwohl ohne den Siegerpokal nahm der 26-jährige Burgenländer den Medienrummel hin. "Es macht einen sehr stolz, wenn dich so viele Menschen empfangen", sagte Wiesberger.

Wiesberger hatte am Sonntag bei der mit 2,2 Mio. Euro dotierten Ballantines-Championship in Icheon mit seinem ersten Turniersieg gleich auch für den größten Erfolg in der rot-weiß-roten Profigolfgeschichte gesorgt. Und sich mit drei Runden ohne Schlagverlust auch noch den bisher zweitgrößten Preisgeldscheck eines österreichischen Sportlers nach French-Open-Sieger Thomas Muster geholt. Vom Pokal gibt es derzeit aber nur ein Foto von der Siegerehrung, eine Nachbildung sowie sein eigener Whisky wird Wiesberger noch zugestellt.

Mitentscheidend für den Riesen-Erfolg sei gewesen, dass er immer ruhiggeblieben sei, sagt der als "aufbrausend" bekannte Oberwarter vom Reiters GCC Bad Tatzmannsdorf. "Ich habe aber am Ende auch schnell gemerkt, dass nicht viel schief gehen kann und ich mich selbst in einem Feld mit Major-Siegern und Rydercuppern behaupten kann", freute sich Wiesberger auch noch am Tag danach.

So steuerte er in Südkorea, dem zweitgrößten Golfmarkt der Welt nach den USA, souverän zu einem klaren Sieg mit gleich fünf Schlägen Vorsprung. Ebenfalls wichtig war, dass der Longhitter erstmals auch durchgehend stark geputtet hatte. Wiesberger hat nicht nur die Tourkarte bis Ende 2014 sicher, er ist nun auch bei ganz großen Turnieren selbst auf der US-Tour startberechtigt. Als Top-100-Spieler stehen nun auch die Türen zu Majors offen.

Langezeit-Coach Claude Grenier zeigte sich wie ÖGV-Sportdirektor Niki Zitny überzeugt, dass Wiesberger ein ganz Großer werden kann. "Für ihn gibt es keine Limits, außer jene zwischen den Ohren", sagte Grenier. "Bernd kann Majors gewinnen", ist der Golflehrer überzeugt. Ex-Profi Zitny ergänzte: "Beim Golf weiß man nie, was morgen passiert. Aber Bernd ist für alle Experten einer der vier oder fünf heißesten jungen Spieler auf der Tour."