Erstellt am 28. Februar 2012, 10:42

Gregoritsch vor U21-Debüt positiv angespannt. Werner Gregoritsch feiert am Mittwoch sein Debüt als österreichischer Fußball-U21-Teamchef.

Der frühere Kapfenberg-Trainer sitzt im Testspiel gegen die Schweiz in Villarreal erstmals auf der ÖFB-Bank und blickt der Partie bereits erwartungsfroh entgegen. "Nervosität ist das falsche Wort, aber eine positive Anspannung ist schon da", erklärte der Steirer.

Es sei für ihn eine gänzlich neue Erfahrung, ausschließlich mit jungen Spielern zu arbeiten, die er obendrein nur sporadisch zur Verfügung hat. "Ich betreibe mit ihnen viel positive Kommunikation und will ihnen vermitteln, dass ich ihnen vertraue", verriet der Nachwuchs-Nationalcoach.

In punkto System orientiert sich Gregoritsch ("Meine Aufgabe ist es, die Spieler auf die A-Nationalmannschaft vorzubereiten") am Team von Marcel Koller und lässt mit einem 4-2-3-1 spielen. "Wir wollen Druck auf den Gegner aufbauen, Pressing spielen und eine gute Ballzirkulation haben", sagte der 53-Jährige, der auf Kapitän Christopher Dibon (Wadenbeinbruch) verzichten muss.

Im Hinblick auf die nächste EM-Qualifikationspartie im Juni will Gregoritsch das Duell mit den Schweizern zu Testzwecken nutzen. "Es sind einige Junge dabei, die ich mir anschauen will. Aber ich will immer auch ein gutes Resultat sehen."

Um dies zu erreichen, bedarf es laut Gregoritsch einer hochkonzentrierten Leistung. "Die Schweizer gehören im Nachwuchs sicher zu den führenden Nationen. Sie haben ein gutes Kurzpassspiel und gute Einzelspieler." Dennoch traut der Teamchef seiner Truppe allein schon aufgrund ihrer positiven Einstellung zu, gegen die Eidgenossen bestehen zu können. "Ich bin überrascht, wie seriös und engagiert alle Spieler bei der Sache sind", betonte Gregoritsch.

Dies sei auch das Verdienst seines Vorgängers Andreas Herzog. "Er hat eine intakte Mannschaft hinterlassen", meinte Gregoritsch. Der Steirer telefonierte bereits mit dem ÖFB-Rekordspieler, im Laufe der kommenden Wochen will sich der aktuelle U21-Coach mit dem nunmehrigen Assistenten von US-Teamchef Jürgen Klinsmann treffen, um Erfahrungen auszutauschen.