Erstellt am 23. Mai 2012, 00:00

Großer Wille, kleine Mittel. LEICHTATHLETIK / Seit Februar ist Sepp Lackinger Präsident des BLV. Für große Sprünge fehlt das Geld, der Zillingtaler will den Verband aber zumindest stufenweise verbessern.

Sepp Lackinger, hier nebst seinem Wohnmobil in Zillingtal, ist seit Februar dieses Jahres neuer Präsident des Burgenländischen Leichtathletikverbands. Davor war er lange im Triathlonbereich tätig.  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Das geliebte Wohnmobil dient Campingfan Sepp Lackinger nicht nur im Urlaub in Kroatien als Behausung, sondern ist auch fahrbares Büro bei den diversen Wettkämpfen. Der neue Präsident des Burgenländischen Leichtathletikverbands ist zudem ein Bastler und Tüftler, er weiß, wie es geht zu improvisieren – diese Tugend wird ihm auch beim BLV nicht völlig erspart bleiben. Im Februar beerbte der Gründer des Burgenländischen Triathlonverbandes Achim Jäger, der aus beruflichen Gründen zurücktrat. Ihm zur Seite stehen Kassier Franz Franke, Melde-, Ordnungs- und Kampfrichterreferent Johann Prenn sowie Schriftführerin Ruth Schneeberger.

Große strukturelle Reformen werden nicht drin sein, dafür fehlen angesichts des Jahresetats von 18.000 Euro die Mittel. Sehr wohl aber sieht Lackinger Verbesserungspotenzial, wenn es um das Anforderungsprofil des BLV geht: „Die Förderung der Athleten erfolgt über die Vereine – die haben die TOTO-Mittel. Vielleicht gelingt es, den Klubs zusätzliche Einnahmen zu ermöglichen. Unsere Hauptaufgabe ist aber die Information und die Unterstützung. Diese Schiene ist sicher ausbaufähig.“

Gut fände Lackinger auch eine „landesweit koordinierte Betreuung der Athleten“, er bleibt aber Realist: „Bislang beschränkt sich alles auf den Erfahrungsaustausch und die Organisation von Meisterschaften.“ Trotzdem: Gehen einige Pläne auf, soll eine neue Dynamik entstehen, die wiederum der Leichtathletik flächendeckend zugute kommt.

Ein Mosaikstein könnten hier auch neue infrastrukturelle Möglichkeiten sein. Bekanntlich steht der Bau einer Anlage im Großraum Eisenstadt im Raum (gemeinsame Nützung mit den Fußballklubs St. Georgen und Eisenstadt FC), die Pinkafelder Anlage ist durch die Sanierung der Risse laut Lackinger „wahrscheinlich noch für die nächsten zwei Jahre brauchbar“.

Und: „Wir wollen erheben, welche bestehenden Schulsportstätten es gibt, die auch für Trainingszwecke genutzt werden können. Hier gibt es allerdings das Problem der Zuständigkeiten zwischen Bund und Land.“ Vielleicht muss ja improvisiert werden – ein Fall für Sepp Lackinger?