Erstellt am 17. August 2011, 14:41

Großkampftag für Ö-Vereine in Europa League. Austria Wien, Red Bull Salzburg und die SV Ried nehmen am Donnerstag die jeweils letzte Hürde auf dem Weg in die Europa League in Angriff. Im Playoff-Hinspiel empfängt die Austria ab 19 Uhr den rumänischen Club Gaz Medias, zur gleichen Zeit treten die Salzburger in Nikosia bei Omonia an. Ried bekommt es daheim ab 21.05 Uhr mit PSV Eindhoven zu tun (alle Spiele live in ORF eins).

Die SV Ried freut sich auf den bisherigen internationalen Höhepunkt der fast hundertjährigen Club-Geschichte, im Innviertel gastiert der zweifache Fußball-Europacup-Sieger PSV Eindhoven. In der Europa-League-Quali haben die Rieder mit dem packenden Aufstieg gegen Bröndby Kopenhagen für Schlagzeilen gesorgt. "Wir dürfen uns vom Aufstieg gegen Bröndby nicht täuschen lassen", warnte Trainer Paul Gludovatz.

"Eindhoven hat vier Leonardos, nur bessere, denn sie sind beidbeinig", meinte Gludovatz in Anspielung auf Salzburg-Stürmer Leonardo, der am Sonntag beim 3:1 der Salzburger in Ried mit Abstand bester Akteur war. "Der niederländische Fußball ist bekannt für seine hervorragende Spielkultur. Aber wir werden uns gut verkaufen", versprach Gludovatz.

Zyperns Vizemeister Omonia Nikosia ist für Salzburg die letzte Hürde auf dem Weg in die Gruppenphase der Europa League. Doch im Gegensatz zu Ried sind die Mozartstädter klarer Favorit. Im Hinspiel in Zypern wollen Torjäger Alan und Co. den Grundstein für den Aufstieg legen. "Das ist fast Pflicht für uns", stellte Trainer Ricardo Moniz klar. Für die Zyprioten hatte Moniz vor allem Lob parat: "Ein sehr guter Gegner und eine leidenschaftliche Mannschaft", meinte der Niederländer.

Die Wiener Austria will im Hinspiel gegen Gaz Medias klare Fronten schaffen. "Wir streben einen Heimsieg ohne Gegentor an", erklärte Trainer Karl Daxbacher. Der Feldherr schätzt die Aufstiegschance mit 50:50 ein. Dass der Verein aus Siebenbürgen Mainz nach zwei 1:1 im Elferschießen 4:3 ausgeschaltet hat, erhöhe den Respekt, meinte der 58-Jährige. Er führte auch an, dass es ein Nachteil sei, das zweite Spiel auswärts austragen zu müssen. "Es wird schwierig, aber mit zwei guten Spielen können wir in die Gruppe kommen", glaubt Daxbacher.