Erstellt am 30. Juni 2016, 04:10

von Bernhard Fenz

EM-Referee 2000: Was bleibt? Ein Highlight. Burgenlands Schiedsrichterobmann Günter Benkö war vor 16 Jahren bei der EURO in Belgien und den Niederlanden aktiv. Nach wie vor lebt die Erinnerung.

Günter Benkö im Jahr 2000: Österreichs Top-Referee leitete das EURO-Halbfinale zwischen Portugal und Frankreich – ein Handspiel von Portugals Abel Xavier (ganz rechts) führte zum Strafstoß und zum Golden Goal der Franzosen per Elfer in der 117. Minute. Benkö sah sich in der Folge mit wüster Kritik der Portugiesen konfrontiert, erhielt aber Recht. Die Elfer-Entscheidung war korrekt, der Rauchwarter hatte alles richtig gemacht.  Foto: Gepa  |  Gepa

Zugegeben. So heftig im Mittelpunkt wollte Günter Benkö sicher nicht stehen, als er am 28. Juni 2000 beim Halbfinale der Europameisterschaft zwischen Frankreich und Portugal in der 117. Minute nach einem schwer erkennbaren Handspiel von Abel Xavier auf Penalty entschied.

Zinedine Zidane sollte in der Folge den verhängten Elfer zum 2:1 versenken – das Golden Goal beendete die Verlängerung sofort, der spätere Europameister Frankreich stand im Finale.

„ Wichtig ist, dass die Referees eher unauffällig sind“

Günter Benkö im Jahr 2016: Dem Ex-Internationalen gefallen die Leistungen der EURO-Schiris. Foto: Ivansich  |  Martin Ivansich

So heftig die Reaktionen der Portugiesen damals auch waren: Benkö hatte richtig entschieden, erhielt nach der strittigen Szene auch beste Kritiken und musste nicht mit dem Klotz einer deftigen Fehlentscheidung leben.

Immer noch erinnert sich der 60-jährige Südburgenländer daher auch insgesamt gerne an die EURO-Zeiten 2000 zurück. „Das war für mich ein echtes Highlight. Beim jetzigen EM-Eröffnungsspiel habe ich mir erst gedacht, dass es schon super wäre, da noch einmal am Platz stehen zu können.“

Die bisherigen Leistungen der Unparteiischen bewertete der Obmann des burgenländischen Schiedsrichterkollegiums jedenfalls positiv: „Mir gefallen die Leistungen der Schiris relativ gut – Fehler werden immer passieren. Wichtig ist aber, dass die Referees eher unauffällig sind. Das ist ein gutes Zeichen.“