Erstellt am 28. Mai 2014, 21:38

Güssing erzwang Showdown um Meisterschaft. Der Meistertitel der Basketball-Bundesliga wird ein einem Entscheidungsmatch vergeben.

 |  NOEN, EXPA/SASCHA TRIMMEL (APA)
Die Güssing Knights schafften am Mittwoch gegen die Bulls Kapfenberg in der eigenen Halle mit einem 84:79 (36:45) den 2:2-Ausgleich in der "Best-of-five"-Serie. Der Showdown um den Titel geht am Samstag (19.30 Uhr) in Kapfenberg in Szene. Im vierten Duell im neuerlich ausverkauften Güssinger Aktivpark hatten die Gäste den viel besseren Start, nach sieben Minuten stand es 21:12. Endspiel-Debütant Güssing kam bis zur ersten Viertelpause zwar wieder bis auf vier Punkte heran, im zweiten Abschnitt zogen die zu diesem Zeitpunkt souveränen Bulls aber neuerlich davon und brachten einen Neunpunkte-Vorsprung in die Pause.



Das dritte Viertel stand jedoch ganz im Zeichen der Knights, die einen fulminanten Lauf hinlegten. Sie gewannen den hochklassigen Abschnitt 23:10 und gingen mit vier Zählern mehr in die Entscheidung. In dieser wechselte die Führung mehrmals, ehe die Burgenländerlangsam aber sicher davonzogen und so nach 0:2-Rückstand in der Serie doch noch den Showdown um den Meisterpokal erzwangen. Die Güssinger waren schon im Viertelfinale gegen Oberwart 0:1 und im Halbfinale gegen Meister Vienna 1:2 zurückgelegen und hatten trotzdem noch den Aufstieg geschafft.

Die Vorentscheidung vor 1.600 Zuschauern brachte ein Zweipunkter von Marcus Heard zum 75:68. Hauptverantwortlich für den Erfolg waren neben Heard (19 Punkte) Thomas Klepeisz, der 10 seiner 19 Zähler im dritten Abschnitt machte, und Anthony Shavies mit 21 Punkten. Für die Kapfenberger war Mark Sanchez mit 20 am erfolgreichsten.

Reaktionen zum Spiel

Matthias Zollner (Trainer Güssing): "Jedes Mal sage ich, der Charakter der Mannschaft ist unglaublich, wie wir immer wieder zurückkommen. Wir waren im Play-off immer hinten und kommen wieder zurück und drehen den Spieß um. Großes Lob an Tommy Klepeisz, das war ein super Spiel, aber auch an alle anderen. In Spiel fünf wollen wir so gut spielen wie in der zweiten Halbzeit. Natürlich ist Kapfenberg durch den Heimvorteil favorisiert, aber wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit, werden wir unsere Chancen bekommen."

Michael Schrittwieser (Trainer Kapfenberg): "Es ist ganz einfach. Wir müssen das letzte Spiel der Serie gewinnen, daran hat sich nichts geändert. Wer dieses Spiel gewinnt, ist der würdige Meister."

Mark Sanchez (Topscorer Kapfenberg): "In der ersten Hälfte haben wir den Ball gut laufen lassen, in der zweiten war es zu statisch, aber wir haben jetzt ein Heimspiel und können es noch nach Hause bringen."