Erstellt am 25. Februar 2016, 05:14

von Michael Pekovics

Güssings Ritter müssen bis März weiter zittern. Finanzprobleme der Güssing Knights werden größer, in der Vorwoche zog Obmann Reinhard Koch die Notbremse.

Reinhard Koch ist zuversichtlich, aber: »Ende März muss Geld kommen, sonst ist die Lizenz weg.« Foto: BVZ  |  NOEN, Michael Pekovics BVZ

Am Freitag der Vorwoche – eine Woche vor dem Ende der Übertrittsfrist – kam für die magnofit Güssing Knights das böse Erwachen (

und Link weiter unten): Obmann Reinhard Koch zog die „Notbremse“, Jerrell Wright und Bradford Burgess verließen ebenso wie Headcoach Matthias Zollner den Verein – und trotzdem holte das Team mit einer „Jetzt erst recht“-Mentalität Siege in Traiskirchen (68:66; siehe ebenfalls weiter unten) und gegen Kapfenberg (62:42).

x  |  NOEN, Michael Baldauf

„Bis Ende Feber ist alles gesichert und bezahlt, allerdings weiß ich nicht, ob die nächste Zahlung meiner Vertragspartner eintrifft oder nicht“, sagt Koch zur BVZ.

Die „Notbremse“ sei auch wegen des „finanziellen Rucksacks“ aus der Vorsaison notwendig geworden: „Wir wollten das Risiko nicht eingehen, dass wir unsere Spieler und Trainer nicht mehr bezahlen können.“ Also habe man wegen der nahenden Übertrittsfrist am 29. Feber den Spielern freigestellt, sich neue Vereine zu suchen.

Zollner-Rückkehr, wenn Geld da ist?

Die Güssing Knights könnten also im Lauf dieser Woche weitere Akteure verlieren: Thomas Klepeisz und Moritz Lanegger denken bereits über einen Wechsel ins Ausland nach. Um konkurrenzfähig zu bleiben, werden derzeit ehemalige Spieler wie Matthias Klepeisz oder Philipp Horvath reaktiviert.

„Unser Ziel muss sein, die Saison fertig zu spielen“, sagt der bisherige Assistantcoach Daniel Müllner, der Matthias Zollner als Headcoach nachfolgt. Dessen Abschied ist laut Koch derzeit noch nicht einmal fix: „Wenn das Geld rechtzeitig kommt, werde ich sicher noch ein Gespräch mit ihm führen.“

Aus Insiderkreisen war aber bereits zu hören, dass sich der deutsche Erfolgstrainer über Möglichkeiten einer Klage bei der Arbeiterkammer informiert haben soll – er war bis Redaktionsschluss für keine Stellungnahme erreichbar.

Beim ausstehenden Geld handelt es sich übrigens nicht um Sponsorverträge, sondern um Vereinbarungen von Kochs Firma mit ausländischen Partnern: „Halten diese und bekomme ich Geld, dann fließt davon etwas als Sponsoring an die Knights. Aber wenn bis Ende März kein Geld kommt, dann ist die Lizenz weg.“