Erstellt am 15. Dezember 2011, 23:47

Guter Start für ÖSV-Snowboarder. Der erste Weltcup-Parallel-Riesentorlauf der Snowboarder in diesem Winter hat am Donnerstag in Telluride in Colorado österreichische Siege gebracht. Julia Dujmovits (Burgenland) und Benjamin Karl (Niederösterreich) haben in Telluride im zweiten Parallel-Rennen für einen Doppel-Erfolg gesorgt.

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Dramatisch ist am Donnerstag bei den Snowboardern der Weltcup-Auftakt im Parallel-Riesentorlauf verlaufen. Für die Österreicher Benjamin Karl und Julia Dujmovits war es äußerst eng zugegangen, ehe sie als Sieger feststanden. Der Niederösterreicher Karl rettete sich im Final-Duell mit dem Salzburger Andreas Prommegger noch über die Ziellinie, die Burgenländerin Dujmovits war im Semifinale 1/100 am Out vorbeigeschrammt.

Die 24-Jährige und die Deutsche Amelie Kober waren im Semifinale in beiden Läufen exakt gleich schnell gewesen, die ÖSV-Boarderin stieg schließlich aufgrund der um 44/100 besseren Qualifikationszeit auf. Im Kampf um ihren zweiten Weltcupsieg nach dem in Nendaz/Schweiz am 16. Dezember 2007 ließ Dujmovits die Schweizerin Fränzi Maegert-Kohli hinter sich.

"Gegen Amelie war ich am absoluten Limit", erklärte Dujmovits. "Es ist ein Wahnsinn, wieder ganz oben auf dem Podest zu stehen. Das ist ein wunderschönes Gefühl. Das Finale gegen Fränzi bin ich ganz easy nach Hause gefahren. Das Vorbereitungstraining in Crested Butte war für das gesamte Team Goldes wert. Dort haben wir uns optimal auf Telluride vorbereiten können."

Doppel-Weltmeister Karl hatte einen Fehler Prommeggers in Finallauf eins zu einem einem Vorsprung von 1,19 Sekunden genutzt, verspielte in der absoluten Entscheidung jedoch 1,07 Sekunden davon. "Ich habe in der Nacht vor dem Rennen zum ersten Mal überhaupt von einem Erfolg geträumt, und jetzt ist dieser Traum tatsächlich wahr geworden", sagte Karl nach seinem 13. Weltcupsieg. "Ich war heute total fokussiert auf diesen Sieg."

Seine Teamkollegen seien dem 26-Jährigen im Training im Herbst um die Ohren gefahren, nun liegt er aber 50 Punkte vor Prommegger auch im Weltcup voran. Für Prommegger war es Saison-übergreifend der vierte Podestplatz in Serie. "Im ersten Augenblick war ich zwar etwas enttäuscht, aber jetzt bin ich mit diesem zweiten Platz happy. Die Form passt", meinte der Zweitplatzierte.

Toni Unterkofler verfehlte Platz drei gegen den Schweizer Simon Schoch (Olympia-2. 2006) nur um 2/100, war allerdings deswegen nicht unzufrieden. "Ich bin froh, dass es mir hier endlich gelungen ist, meine starken Trainingsleistungen im Rennen umzusetzen", sagte der viertplatzierte Salzburger erfreut. Siegfried Grabner und Claudia Riegler wurden Sechste, Ingemar Walder Achter sowie Manuel Veith und Sabine Schöffmann je Zehnte.