Erstellt am 20. November 2013, 23:59

„Heimat ist mir wichtig“. BVZ-Martini-Preisträger / Bernd Wiesberger, zum zweiten Mal in Folge Sieger in der Kategorie Sport, ist als Golfprofi über 30 Wochen im Jahr unterwegs, kommt aber stets gerne nach Hause.

Von Bernhard Fenz

Wenn hierzulande nebelige Herbsttage den Alltag prägen und man Bernd Wiesberger nicht daheim in Oberwart trifft, ist das für gewöhnlich ein gutes Zeichen. Dann kämpft der mittlerweile 28-jährige Golfer ziemlich sicher in wärmeren Gefilden um Preisgelder und Punkte für die Weltrangliste.

In der Finalserie bei drei von vier Turnieren dabei 

So auch 2013. Heuer hat sich Österreichs Nummer eins für drei von vier Turnieren der Finalserie der European Tour (Shanghai, Türkei und zuletzt Dubai) qualifiziert. Das ist nur möglich, weil er im „Race to Dubai“, der Verdienstrangliste der europäischen Königsklasse, entsprechend gut klassiert ist. Aktuell liegt er auf Platz 28.

Nicht immer war das so, Wiesberger musste sich erst an die Spitze herankämpfen. Mittlerweile ist der Südburgenländer aber eine fixe Größe auf der Tour. Alleine im heurigen Jahr hat er bislang 998.332 Euro an Preisgeldern eingenommen, auch wenn es in Dubai mit Platz 34 nicht ganz nach Plan lief.

Von Dubai aus flog der Südburgenländer gemeinsam mit seinem Bruder Niki in Richtung Australien, wo er in Melbourne den World Cup of Golf in Angriff nimmt. Dabei gibt es neben einigen Scheinchen vor allem Punkte für die Weltrangliste zu holen. Am Ende des Jahres wäre der 56. schließlich liebend gerne unter den Top-50, um 2014 an den vier größten Turnieren, den sogenannten Majors, teilnehmen zu können. „Das wäre ein Riesenziel.“

Ausspannen, laufen und vor allem abschalten 

So oder so kann Bernd Wiesberger nach der harten Saison ein wenig ausspannen. Immer wieder kehrt der ruhige Sportler (der über die Hälfte des Jahres unterwegs ist) gerne nach Hause zurück, um in der gewohnten Umgebung Kraft zu tanken. „Ich bin sehr gerne daheim im Burgenland. In Shanghai oder Indien kann ich beispielsweise nicht einfach so aus dem Haus gehen und gleich eine Runde laufen. Zu Hause ist das möglich, die Umgebung ist außerdem sehr schön. Hier ist es nicht schwer, sich zu erholen.“

Trainieren kann Wiesberger sowieso, auch wenn er nicht unterwegs ist. Im Reiters Golf & Country Club Bad Tatzmannsdorf, wo seine Eltern Claudia und Klaus Wiesberger einen Pro Shop betreiben, ist das prominenteste Mitglied gern gesehen.