Erstellt am 14. September 2012, 12:06

Heimmacht SV Mattersburg fordert auswärtsstarke Austria. SVM-Coach Franz Lederer freut sich bereits auf eine "Riesenherausforderung für uns" und dass es gelungen ist, "die Heimstärke zurückzuholen".

 |  NOEN, Collage Bruckmüller
Zum Abschluss der 8. Runde der Fußball-Bundesliga empfängt am Sonntag (16.00 Uhr) in Mattersburg die Nummer eins der Heimtabelle das auswärtsstärkste Team. Der SVM hat seine drei bisherigen Partien im Pappelstadion für sich entschieden und weist als einzige Mannschaft noch eine blütenweiße Heimweste auf. Sein Gegner, Tabellenführer Austria, präsentiert sich bisher in der Fremde unantastbar - die bis dato vier Auswärtspartien wurden allesamt gewonnen, noch dazu ohne ein einziges Gegentor.

Dass die Grün-Weißen aus dem Burgenland dank ihrer Heimstärke im oberen Tabellendrittel mitmischen, ist für Austria-Trainer Peter Stöger keine Überraschung. "Die Mattersburger Mannschaft entwickelt sich ohne radikale Veränderungen sehr gut. Sie setzen auf Spieler aus dem eigenen Stall plus einige Arrivierte. Diese Mischung funktioniert", sagte Stöger, der zur Ausgangslage meinte: "Für uns ist es ähnlich wie in den meisten Spielen. Wir sind in der Lage, dort zu gewinnen. Aber dafür muss alles passen und alles abgerufen werden."

SVM-Langzeitcoach Franz Lederer freut sich über einen gelungenen Saisonstart und die wieder gewonnene Heimstärke. "Es war schon einer unserer Schwerpunkte, die Heimstärke zurückzuholen. So eine Heimbilanz zu haben, ist natürlich schön", sagte Lederer. Mit den Wienern kommt aber ein echtes Kaliber ins Burgenland.

"Mit der Austria kommt der Tabellenführer. Man braucht sich nur die Bilanz der Austria anschauen: sie stehen defensiv kompakt und sind vorne sehr effizient. Das wird eine Riesenherausforderung für uns", weiß Lederer, der hofft, dass seine Kicker die richtigen Lehren aus dem jüngsten 0:3 in Wien gegen Rapid ziehen werden. Von den vergangenen 20 Ligaspielen gegen die Austria hat Mattersburg bei sieben Remis und elf Niederlagen nur zwei für sich entschieden. Die bis dato letzte Heimpartie gegen die Violetten wurde aber am 20. März 2:0 gewonnen.

Die Austria eilte zuletzt von Sieg zu Sieg und ist zudem mittlerweile 515 Ligaminuten ohne Gegentreffer. Die daraus resultierende Euphorie will Stöger gar nicht bremsen. "Dagegen wehre ich mich sicher nicht. Die positiven Schlagzeilen tun der Mannschaft nach dem schwierigen Frühjahr sehr gut. Aber es ist noch sehr früh in der Saison", erklärte der Austria-Coach.