Erstellt am 14. März 2013, 17:10

Hirscher nach Skandalrennen Gesamtweltcupsieger. Ein Skandal-Super-G auf der Lenzerheide hat zwei Rennen vor Saisonschluss die vorzeitige Entscheidung im alpinen Ski-Gesamtweltcup gebracht.

Marcel Hirscher liegt vor dem Riesentorlauf und Slalom 149 Punkte vor dem Norweger Aksel Lund Svindal, der auf ein Antreten im Slalom verzichtet. Der Super-G wurde nach einem Sturz von Klaus Kröll abgebrochen. Er brach sich den Oberarm.

Als Super-G-Disziplinsieger stand Svindal bereits fest. Bei den Damen, deren Super-G ebenfalls dem schlechten Wetter zum Opfer fiel, heißt die Kugelgewinnerin Tina Maze.

Wegen Neuschnees und schlechter Sicht war das Herrenrennen zunächst von 9.30 Uhr auf 13.00 Uhr verschoben worden, doch nach dem mit Nummer eins gestarteten Vizeweltmeister Gauthier De Tessieres gab es die erste Unterbrechung. "Es ist ein bisschen zu gefährlich wegen des Windes", hatte der Franzose verlauten lassen.

Nach einem chaotischen Hin und Her und nachdem die Trainer und Fahrer befragt wurden ging es nach 35 Minuten Unterbrechung vorerst weiter. Kröll ging mit Startnummer zehn ins Rennen, kam bei der Landung nach einer Kuppe in den weichen Schnee und krachte ins Netz. Er musste mit dem Helikopter geborgen werden, im Kantonsspital in Chur wurde ein Bruch des linken Oberarms mit Beteiligung des Oberarmkopfes diagnostiziert. Der Zweite der Abfahrtswertung wurde noch am Donnerstag operiert.

Das österreichische Team beschloss während der Unterbrechung, dass es die Nennung zurückzieht und keinen Läufer mehr ins Rennen schickt. Schließlich wurde das Rennen auch von offizieller Seite abgebrochen.

Im Anschluss an das Herrenrennen wurde auch der Damenbewerb abgesagt. Die US-Amerikanerin Julia Mancuso hätte der führenden Slowenin Tina Maze das Kristall noch streitig machen können, sie lag 55 Zähler zurück. So aber ging die dritte Kugel in dieser Saison nach jener für den Gesamtweltcup und jener für den Riesentorlauf an Maze.