Erstellt am 14. Februar 2013, 19:46

Hirscher vor WM-Riesentorlauf leicht lädiert. Marcel Hirscher hat sich am Donnerstag im Abschlusstraining für den Riesentorlauf der alpinen Ski-WM in Schladming eine Rückenblessur zugezogen.

Der 23-jährige Salzburger hat sich beim Training in Haus im Ennstal das Kreuz leicht verrissen und nahm deshalb nicht an der offiziellen Startnummernauslosung am Donnerstagabend teil. Stattdessen wurde Hirscher physiotherapeutisch behandelt.

"Es ist nichts Schlimmes, das Fernbleiben von der Auslosung ist eine reine Vorsichtsmaßnahme", erklärte ÖSV-Herrenchef Mathias Berthold. "Das Herumstehen in der Kälte wäre nicht gut für ihn gewesen. Marcel wird fit sein." Der Riesentorlauf geht am Freitag um 10.00 und 13.30 Uhr über die Bühne. Im Duell der Topstars wird der US-Amerikaner Ted Ligety mit Startnummer drei vorlegen, Hirscher folgt mit sechs. Philipp Schörghofer bekam die 11, Marcel Mathis die 14 und Benjamin Raich die 15 zugelost. Der Norweger Aksel Lund Svindal eröffnet den vorletzten Herren-Bewerb.

Hirscher hatte im Gegensatz zu seinen auf der Reiteralm trainierenden Teamkollegen am Donnerstag den Nachbarort Haus als Trainingsort gewählt und dort mit Slalomchef Michael Pircher geübt. "Er wollte noch etwas im Steilen probieren", klärte Trainer Andreas Puelacher auf.

Auch der Chef der RTL/Kombigruppe sah trotz der unangenehmen Situation am Vorabend eines WM-Rennens kein Problem. "So etwas passiert ja öfters. Unsere Therapeuten haben das voll im Griff. Ich sehe überhaupt kein Problem", sagt der ÖSV-Coach, der den ersten Riesentorlauf-Durchgang setzt, dies aber aus Pistengründen erst am Freitagfrüh tun durfte.

"Ich hoffe, es wird ein Lauf für uns", sagte Puelacher schmunzelnd. Der Kurs werde fair sein, betonte der Coach, machte aber kein Geheimnis daraus, dass man mit der Kurssetzung US-Topfavorit Ted Ligety ins Handwerk pfuschen möchte. "Ich werde sicher keinen Torabstand von 30 Metern setzen. Ligety ist auf einem rhythmischen und gleichmäßigen Kurs einfach besser", betonte Puelacher.

Vielmehr soll es einen variablen Kurs mit wechselnden Torabständen zwischen 26 und 23 Metern geben. "Flüssige Teile werden in drehende übergehen", hat sich Puelacher vorgenommen, den "Heimvorteil" so gut wie möglich auszunutzen.

Wird Marcel Hirscher einen WM-Titel holen? Oder wird er wider Erwarten dem Druck nicht standhalten und abgesehen vom Team-Gold leer ausgehen?
Sagen Sie uns Ihre Meinung!