Erstellt am 19. März 2013, 14:27

Hirscher will jetzt die Seele baumeln lassen. Bevor es für Marcel Hirscher am Sonntag in den Urlaub geht, hat der Weltcup-Gesamtsieger noch einige Presse- und Sponsorentermine zu absolvieren.

Einer davon führte den Salzburger Skistar am Dienstag nach Wien, wo er für seinen Hauptsponsor Raiffeisen Rede und Antwort stand. Er sei stolz auf das Geleistete, aber auch müde von der fordernden Saison, sagte Hirscher. Vor dem Badeurlaub mit Freundin Laura absolviert der Salzburger aber noch weitere öffentliche Auftritte. Am Mittwoch ist der 24-Jährige im Ö3-Wecker zu Gast, am Freitag fährt er mit Großkunden seines Kopfsponsors am Kitzsteinhorn Ski und am Samstagabend steht er gemeinsam mit seinem bayrischen Rivalen und "Spezi" Felix Neureuther im ZDF-Sportstudio vor der Kamera.

Erst danach folgen 10 bis 14 Tage Erholung im Warmen. "Ich werde die Seele baumeln lassen, das Handy abdrehen und die Zweisamkeit genießen", sagte der Slalomweltmeister, der in 20 Weltcup-Saisonrennen 18 Podestplätze herausgefahren hat. Das hätte er sich vor Saisonbeginn nicht erträumen lassen, so Hirscher. Eine derartige Serie sei nur schwer zu wiederholen. "Ich gehe nicht noch einmal davon aus. Das verwundert mich selber, bitte seid mir nicht böse, wenn ich den Schnitt von 76 Weltcuppunkten pro Rennen nicht mein Leben lang halten kann."

Geradezu traumhaft sind auch Hirschers Werbewerte. Man habe in diesem Winter 400 TV-Minuten sowie 1.000 Presseartikel mit Bildern gezählt. Zudem sei Hirscher ein "Onlinestar" mit 210.000 Facebook-Freunden. "Marcel Hirscher ist der Sportliebling der Nation und für uns der ideale Werbepartner", erläuterte Raiffeisen-Werbechef Leodegar Pruschak, der noch bis Juli 2015 einen Vertrag mit Hirscher hat. Eine Zusammenarbeit darüber hinaus, ähnlich lange wie mit Hermann Maier und Thomas Muster, wird angestrebt.

An die kommende Olympiasaison hat Hirscher noch nicht viele Gedanken verwendet. Vorerst gelte es einmal die Batterien aufzuladen. Ob er im kommenden Winter öfter im Super-G antreten wird, sei noch offen. "Ich weiß es nicht, heute kann ich das nicht beantworten", meinte der Annaberger und verwies auf den zusätzlichen Zeitaufwand. "Man muss sich anschauen, ob der zusätzliche Aufwand gerechtfertigt wäre und ob man dem Ganzen standhalten kann."