Erstellt am 11. Februar 2016, 05:18

von Bernhard Fenz

„Hoffnung stirbt zuletzt“. Mit einem Hilferuf im Namen der Sportvereine ging der ASVÖ Burgenland in die Offensive: Stichwort Belegpflicht zum Fördernachweis, Vereinsfeste und Registrierkassenpflicht.

1.293 Unterschriften wurden für einen Initiativantrag im Gemeinderat gesammelt.  |  NOEN, BilderBox
Immer striktere Vorschriften, Reglementierungen und Einschränkungen sowie immer kompliziertere Verfahren – etwa bei den Förderungen und Subventionierungen von Sportvereinen – all das war Anlass genug für den ASVÖ (Allgemeiner Sportverband Österreichs) Burgenland, sich mit einem Schreiben an die Entscheidungsträger des Bundes, der Gemeinden, Ämter und Behörden zu richten.

„Wir wollen vermeiden, dass es
einen Kollateralschaden bei den
Ehrenamtlichen gibt.“
ASVÖ Burgenland-Präsident
Robert Zsifkovits

Die große Diskussionswelle wurde seitdem, wie Präsident Robert Zsifkovits ernüchtert feststellt, zwar noch nicht losgetreten, trotzdem sagt er: „Wir sind vorgeprescht, weil wir das Thema artikulieren und aufgreifen wollten. Nach wie vor sind wir zuversichtlich, dass Lösungen im Sinne des Sports erzielt werden können. Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

x  |  NOEN, zVg


Lösungen seien gleichbedeutend mit Erleichterungen – vor allem für die ehrenamtlichen Funktionäre, die schließlich das Vereins-System aufrechterhalten müssten.

Zsifkovits: „Weder wollen wir schwarze Schafe schützen, noch durchsetzen, dass generell keine Belege mehr nötig sind. Uns geht es darum, dass die besonderen Bedürfnisse der gemeinnützigen Sportvereine berücksichtigt werden – wir wollen bei den Ehrenamtlichen einen Kollateralschaden vermeiden.“

Anhebung der Umsatzgrenze gefordert

Die Funktionärs-Gattung sei am Aussterben, weil Aufwand hier und Vorabkriminalisierung da immer mehr von einem Engagement abschrecken. Einen Punkt stellen verkomplizierte Förderrichtlinien dar, die laut Zsifkovits für Sportvereine selbst bei kleinsten Förder- oder Subventionsabrechnungen einen Riesenaufwand nach sich ziehen und in keiner Relation stehen. „Wir versuchen hier unseren Klubs ein Service zu bieten und ihnen bei der Abrechnung zu helfen.“

In der besagten Petition wird auch eine nötige Aufweichung der 48-Stunden-Regelung für steuerfreie Vereinsfeste (deren Einnahmen eine unverzichtbare Einnahmequelle für gemeinnützig arbeitenden Klubs seien) angeführt.

Das Thema Registrierkassenpflicht ist in dem Schreiben ebenfalls wesentlich. Überschreiten die jährlichen Bareinnahmen von Vereinen bei entbehrlichen (etwa Verkaufsständen) oder begünstigungsschädlichen Betrieben (etwa Kantine, Zeltfest) 7.500 Euro, wird eine Registrierkassenpflicht schlagend.

Der ASVÖ Burgenland fordert hier unter anderem eine Anhebung der Umsatzgrenze. Auch eine generelle Befreiung für Klubs, bei denen der Ausschank an weniger als fünf Tagen pro Monat erfolgt, wäre im Sinne des Dachverbands.