Erstellt am 07. September 2011, 00:00

„Ich mache hier nur Urlaub“. AB IN DIE WÜSTE / Gerhard Hitzel (63) hält sich seit Ende Juli bei seinem Freund Josef Hickersberger am persischen Golf auf.

Gerhard Hitzel befindet sich derzeit in Abu Dhabi bei Josef Hickersberger.  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

An sich war der gebürtige Forchtensteiner Gerhard Hitzel nach der Vertragsauflösung mit dem SV Mattersburg als Scout für den Erste-Liga-Klub Altach tätig. Mittlerweile ist dieses Thema aber nicht mehr aktuell, der Burgenländer hat sich in die Vereinigten Arabischen Emirate verabschiedet, konkret in die Hauptstadt Abu Dhabi – wo sein langjähriger Freund Josef Hickersberger bekanntlich den Klub Al Whada FC Abu Dhabi (der am Samstag im Superpokal gegen Al Jazira antritt) betreut.

Altachs Geschäftsführer Christoph Längle: „Ich schließe nicht aus, dass es in Zukunft wieder zu einem Engagement kommen könnte – wir haben uns kennen und schätzen gelernt. Aktuell ist die Zusammenarbeit mit Gerhard Hitzel aber beendet. Es war klar, dass er diesen Weg ins Ausland antritt.“

Hitzel selbst bestätigte übrigens nicht, dass er eine neue Herausforderung angenommen hat, sehr wohl aber seinen aktuellen Aufenthaltsort: „Es stimmt. Ich bin derzeit in Abu Dhabi bei Josef Hickersberger und befinde mich auf Urlaub. Er hat ein riesiges Penthouse, in dem ich auch wohnen kann.“ Dass er im Betreuerstab des ehemaligen ÖFB-Teamchefs bereits offiziell tätig sei, dementierte der 63-Jährige: „Das hat nichts mit einem Engagement zu tun. Ich bin auf Einladung von Hicke hier und habe die Möglichkeit, kostenlos Urlaub zu machen. Er ist ein guter Freund, wir kennen uns seit Ewigkeiten.“

Wenn er auch offiziell keine Funktion innehat, so konnte sich Hitzel bislang bei den Trainings sehr wohl ein Bild vom Verein und der Umgebung machen: „Die Stadt ist sehr modern, es wird viel gebaut. Der Klub und die Gegebenheiten an sich sind, ganz abgesehen von der derzeitigen großen Hitze, aber nicht mit Österreich zu vergleichen. Wir verstehen unter Disziplin, Pünktlichkeit und Einstellung etwas anderes.“

Bleiben wolle der Fußballprofessor in Abu Dhabi auf jeden Fall „noch ein paar Wochen“. Und wer weiß, vielleicht wird es ja doch noch mehr als nur ein reiner Erholungstrip …