Erstellt am 12. Dezember 2012, 00:00

In Salzburg darf der SVM überraschen. Tipp3 Bundesliga / Nach  zwei sogenannten Muss-Siegen gegen Admira und Wiener Neustadt darf Mattersburg den Meister ärgern.

Von Bernhard Fenz

Was gibt es nach 19 Runden über 21 Punkte eigentlich zu sagen? „Gut, dass man sie hat. Vor zwei Runden hat es uns keiner zugetraut.“ Franz Lederers Analyse war kurz und prägnant. Warum sollte er auch viele Worte darüber verlieren?

Der SVM-Trainer weiß, dass die Partie gegen die Neustädter kein spielerisches Glanzlicht war. Angesichts der drei Punkte ist das aber kein Thema, und: „Man hat so einen Spielverlauf erwarten können, Wiener Neustadt ist schwer zu spielen. Vielleicht wäre alles leichter gewesen, wenn Ilco Naumoski in der ersten Halbzeit seine Chance verwertet hätte.“

Weil der Routinier Gäste-Goalie Jörg Siebenhandl erst überspielte, dann aber den Ball über das Gehäuse setzte, blieb es beim 0:0. Alois Höller erlöste die Burgenländer dann zehn Minuten vor Schluss. Lederer: „Das ist auch das Positive. Die Mannschaft hat sehr wohl bis zum Ende weitergearbeitet.“ Am Samstag folgt nun das letzte Spiel 2012. Mattersburg ist bei Meister Salzburg zu Gast, wo für Lederers Team „eine komplett andere Ausgangssituation“ vorherrscht. Die SVM-Profis müssen nicht punkten, sie dürfen.

Dabei wird auch wieder das nötige Auftreten entscheidend sein, Lederer erinnert sich hier trotz der damaligen 1:3-Niederlage an das Spiel bei der Austria zurück. „Dort haben wir es insgesamt verstanden, die richtige Mischung zu finden.“ Einzig der Zug nach vorne war und ist ausbaufähig. Hier wird es darauf ankommen, wie zielstrebig die Burgenländer ihre Gegenstöße in Angriff nehmen. Was den Kader betrifft, ist nur Ado Mravac nach seiner fünften Gelben gesperrt. Als Ersatz drängt sich Lukas Rath auf.

Bundesliga-TV-Deal  

Abseits der Meisterschaft wurde überraschenderweise der neue TV-Vertrag bereits abgesegnet. Die Bundesliga präsentierte auch für die nächsten Jahre Sky als Haupt- und Pay-TV-Partner sowie den ORF als Free-TV-Partner – und: Statt der bisherigen 17 Millionen fließen künftig 20,2 Millionen Euro. Der Mehrbetrag wird nach einem Schlüssel verteilt, wo auch die Platzierung und die Zuschauerstatistik zum Tragen kommen. Der SVM hat, schließlich bedarf es eines einstimmigen Beschlusses, so wie alle anderen Klubs dafür gestimmt. Ernsthafte Alternativen zum Sky/ORF-Paket dürfte es übrigens keine gegeben haben.

Kicker-Versammlung: Bei Mattersburg gegen Wiener Neustadt wurde es phasenweise richtig eng, so wie bei dieser Standardsituation. Sieben Profis auf engstem Raum, da war dementsprechend viel Kampf und Einsatz dabei. Dann und wann wurde am Samstagabend aber auch Fußball gespielt. Die Neustädter vergeigten in der zweiten Hälfte eine Top-Chance, Mattersburg wiederum hätte vor der Pause durch Ilco Naumoski in Führung gehen müssen. Am besten machte es letztlich Alois Höller, der im Finish eine flache Hereingabe von Thorsten Röcher trocken zum Siegestor nutzen konnte.Michael Weller