Erstellt am 23. April 2015, 09:44

Licht und Schatten für OeSV-Segler. Nico Delle Karth und Niko Resch liegen beim Weltcup vor Hyeres trotz Fehlstarts an dritter Position.

Nico Delle Karth und Niko Resch.  |  NOEN, DIENER / Alex Domanski

Sehr leichte und instabile Windströmungen eröffneten den ISAF Sailing World Cup vor Hyeres, wo nach Melbourne und Miami zum dritten Mal in der vorolympischen Segelsaison um Weltcuppunkte gesegelt wird. Erstmals im Verlauf der Weltcup-Geschichte sind die Felder auf 40 Boote beschränkt, die Top 10 der Opening Series segeln am Sonntag im Medal Race um den Sieg und ein Stück vom Preisgeldkuchen. 72.000 Euro werden ausgeschüttet, die jeweiligen Klassensieger sind direkt für das Weltcupfinale in Abu Dhabi qualifiziert.
 
Der Start in die Serie, die mit 8 (Monohulls) bzw. 12 (Multihulls, Skiffs) Wettfahrten ausgeschrieben ist, gestaltete sich als herausfordernd, vor allem zu Beginn des Tages waren aufgrund der löchrigen Leichtwindverhältnisse das richtige Gespür und die notwendige Portion Glück das Um und Auf. Bei Österreichs Olympiaseglern, die mit Ausnahme der 470er-Damen Lara Vadlau und Jolanta Ogar mit allen Rio-Booten vor Ort sind, wechselte Licht und Schatten.

Zajac/Frank wegen Frühstarts disqualifiziert

Nico Delle Karth und Niko Resch müssen gleich in der ersten Wettfahrt eine bittere Pille schlucken, das Duo blieb in einem Flautenloch liegen und segelte am Zeitlimit vorbei. Im Anschluss demonstrieren die Weltranglisten-Dritten bei etwas stabileren Verhältnissen mit den Plätzen fünf und zwei ihre gewohnte Stärke, unterm Strich bleibt dank der Streichmöglichkeit Zwischenrang drei.

x  |  NOEN, Maximilian Kiefhaber
Thomas Zajac und Tanja Frank starten mit Rang elf in die Serie der Nacra17-Konkurrenz und werden im zweiten Rennen wegen Frühstarts disqualifiziert. Das OeSV-Duo hat gegen die Entscheidung einen Protest eingereicht, das Ergebnis ist noch ausständig.


Nicht nach Wunsch verläuft der erste Tag für die 470er-Herren. David Bargehr/Lukas Mähr müssen sich nach zwei Wettfahrten mit Platz 19 begnügen, Matthias Schmid/Florian Reichstädter folgen auf Position 34. Bei den 49erFX-Damen rangieren Laura Schöfegger und Elsa Lovrek nach drei Wettfahrten auf Rang 31, Anna Luschan, die heuer in die Klasse eingestiegen ist und sich erstmals mit Eva Maria Schimak an der Vorschot probiert, liegt vorläufig an 36. Stelle. In der paralympischen Klasse 2.4mR rangiert Sven Reiger nach zwei Durchgängen auf Position zehn. Morgen folgt die Fortsetzung, am Sonntag der Schlussakkord.


Stimmen

„Der Wind war anfangs an der Schmerzgrenze und ist phasenweise völlig zusammengebrochen, die erste Wettfahrt hätte ganz einfach nicht gestartet werden dürfen. Wir sind wie andere auch in einem Flautenloch verhungert und haben zugeschaut, wie das Feld davongesegelt sind. Man kann schon hinterfragen, warum solche Wettfahrten durchgedrückt werden, zumal noch kein Zeitstress besteht, aber es hilft leider nichts, damit haben wir den Streicher aufgebraucht. Positiv war, dass wir uns dadurch nicht aus dem Konzept bringen haben lassen und zwei starke Antworten abgeliefert haben. Wir haben gezeigt was möglich ist, seglerisch war es mit Sicherheit ein sehr guter Tag.“ Nico Delle Karth
 
„Es war ein extrem mühsamer Tag, aber es ist noch nichts verloren. Natürlich hätten wir uns das heute anders vorgestellt, aber abgerechnet wird bekanntlich am Schluss, morgen werden die Karten neu gemischt.“ Lukas Mähr
 
„Es waren große Druckunterschiede, die gesamte Windstruktur war ungemein schwer einzuschätzen, leider sind wir heute fast immer daneben gelegen und haben uns zu oft für die falsche Seite entschieden.“ Matthias Schmid