Erstellt am 23. November 2011, 00:00

Ist weniger mehr?. BFV-HALLENMASTERS / Die Zahl der Feldspieler wird von fünf auf vier reduziert – wenn kein Rückzieher mehr erfolgt.

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VON BERNHARD FENZ

Eigentlich ist es recht einfach. Der Spielausschuss des Burgenländischen Fußballverbandes – bestehend aus dem Vorsitzenden Manfred Luisser, Ligaobmann Franz Granabetter und den drei Gruppenobmännern Richard Patsch (Nord), Kurt Lipovits (Mitte) und Franz Wagner (Süd) – hat für das aktuelle BFV-Hallenmasters die Zahl der Spieler von fünf plus eins auf vier plus eins reduziert. Soll heißen: Am 14. Jänner 2012 dürfen beim Finale in Oberwart statt fünf Kickern und einem Goalie eben nur vier Feldspieler aufs Parkett.

Bei den Qualifikationsturnieren können die Veranstalter noch frei über die erlaubte Anzahl entscheiden. Neusiedl, Winden, Neuberg, Güssing, Stinatz und Oberwart (Stuben) legten sich bei ihren Turnieren auf vier Feldspieler fest, die restlichen (fünf) Veranstalter vertrauen auf das System mit fünf Feldspielern. Der Verband verständigte sich hier auf eine Empfehlung und keine Vorschrift. Fix ist nur, dass am 14. Jänner für das Finale „vier plus eins“ gilt – so lautet zumindest der aktuelle Stand.

„Sind so flexibel, dass wir  es noch ändern könnten“

Warum sich der Spielausschuss auf die neue Mastersregel verständigte, erklärt Manfred Luisser: „Einige Vereine haben bei der Nachbesprechung des letzten Masters diesen Wunsch geäußert. Wir würden deshalb gerne so spielen, weil wir dadurch die Qualität und die spielerische Note heben wollen.“

Nachsatz: „Andererseits sind wir so flexibel, dass wir das auch noch im Fall des Falles – wenn etwa der überwiegende Teil der Finalisten dagegen wäre – ändern könnten. Es klingt vielleicht komisch, aber uns ist es wichtig, das Masters im Einklang mit den Vereinen durchzuführen.“

Sowohl Zustimmung,  als auch Ablehnung

Rein sportlich polarisiert das Thema jedenfalls. Raimund Bachhofer, Sportlicher Leiter des Titelverteidigers – der Mattersburg-Amateure – meint etwa mit einem Schmunzler: „Optimal wären eigentlich viereinhalb Feldspieler. So oder so ist diese Änderung aber sicher kein Nachteil. Mehr Platz kann dem Spiel in der Halle guttun.“

Ähnlich sieht es Harry Toth, Chefcoach des SC Neusiedl – im Jahr 2009 Masters-Sieger und immer wieder bei den besten Mannschaften: „Jetzt besteht mehr Raum für die Spieler, dadurch können sich passive Teams nicht mehr einfach hinten reinstellen und nur auf Konter spielen.“

Freilich gibt es auch deutliche Gegner. Einer davon ist beispielsweise Norbert Bari-sits, Trainer von Vorjahresfinalist Stinatz: Das ist das Schlechteste, was gemacht werden kann – die nötige Laufleistung der Spieler wird dadurch höher und es werden letztlich weniger Tore fallen.“

Gastspieler: Letztes  Wort schon gesprochen?

Ein weiteres Masters-Thema polarisiert ebenfalls: Künftig dürfen sowohl in der Quali als auch beim Finalturnier keine Gastspieler mehr eingesetzt werden. Allerdings könnte, wie gemunkelt wird, diese Regel angesichts des Widerstands einiger Klubs vielleicht doch noch kurzfristig geändert werden – auf einen erlaubten Gastspieler. Was also vorerst bleibt, ist die Gewissheit, dass alles fix ist, aber eben scheinbar doch noch nicht ganz.

Die Zahl der Spieler wirkt bei den Durchführungsbestimmungen für das BFV-Hallenmasters 2012 auch visuell wie ein Experiment.