Erstellt am 13. November 2013, 10:09

Ivanschitz bereit für nächsten Anlauf. Die kürzeste und bequemste Anreise ins Trainingslager der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft in Orihuela hatte Andreas Ivanschitz.

 |  NOEN, APA
Der Levante-Legionär nahm von Valencia aus den Zug und stieß nach rund 170 Kilometern am Flughafen in Alicante zur ÖFB-Truppe. Der Burgenländer, mit 65 Länderspielen der dienstälteste Kicker im aktuellen Aufgebot, ist erleichtert und erfreut, dass das "Projekt Großereignis" mit Teamchef Marcel Koller fortgesetzt wird.

In Orihuela finden die ÖFB-Kicker dafür perfekte Rahmenbedingungen vor. "Die Trainingsbedingungen sind top. Die Sonne scheint, es ist extrem ruhig. Hier können wir sehr konzentriert arbeiten. Wir werden diese Woche sehr gut und intensiv nützen", erklärte Ivanschitz in seiner spanischen Wahlheimat.

"Wir haben alle miteinander Großes vor"

Nach der eben verpassten WM-Qualifikation und der danach erfolgten Vertragsverlängerung von Koller will der 30-Jährige mit dem ÖFB-Team noch einmal neu durchstarten. "Wir haben alle miteinander Großes vor, und der Startschuss dafür fällt hier in Spanien. Wir wollen uns für das nächste Turnier qualifizieren. Und dafür werden wir alles tun", versprach Ivanschitz den rot-weiß-roten Fans, die seit der WM 1998 auf eine erfolgreiche Qualifikation für ein Großereignis warten.

Was genau sich im Team unter Koller positiv entwickelt hat, fasste der langjährige Rapidler und ehemalige ÖFB-Teamkapitän so zusammen: "Wir haben trotz der verpassten Quali in den vergangenen zwei Jahren einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Der Weg stimmt, wir spielen einen besseren Fußball. Wir sind kompakt und eingespielt. Und wir sind eine Mannschaft. Wir sind eine große Familie, die etwas vor hat. Das war nicht immer so. Deshalb freut es mich, dass der Vertrag mit Koller verlängert wurde und wir dieses noch nicht beendete Projekt fortsetzen können."

"Einzelne Stellschrauben verändern"

Es gelte nur noch Nuancen zu verbessern. "Im Endeffekt haben uns nur wenige Minuten aufs Play-off und vielleicht auch auf die WM in Brasilien gefehlt. Jetzt geht es darum, diese ein, zwei Punkte mehr zu machen. Der Teamchef weiß ganz genau, was man noch verfeinern kann, welche Stellschrauben es vielleicht noch zu verändern gilt", erklärte Ivanschitz.

Bei seinem neuen Arbeitgeber Levante hat Ivanschitz recht rasch Fuß gefasst. Nach 13 Runden liegt der Club auf Platz zehn und damit nur einen Rang hinter dem großen Lokalrivalen Valencia im Mittelfeld der Primera Division. Einsätze in der Startformation sowie als Joker wechseln sich bei Ivanschitz zwar ab, das bringt ihn aber nicht aus dem Konzept. "Das geht nicht nur mir so. Vor allem in der Offensive wird fleißig getauscht. Ich habe eine gute Rolle in der Mannschaft und komme in jedem Match zum Einsatz", bilanzierte Ivanschitz, der bei einem Saisontreffer hält, zufrieden.