Erstellt am 08. Oktober 2011, 09:36

Ivanschitz nach Traum-Comeback im ÖFB-Team auf Wolke sieben. In seinem 50. Länderspiel hat Andreas Ivanschitz seinen vielleicht größten persönlichen Triumph in der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gefeiert.

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Nachdem er zweieinhalb Jahre auf seine Jubiläumspartie hatte warten müssen, erzielte er am Freitag beim 4:1-Auswärtssieg über Aserbaidschan in der EM-Qualifikation sein achtes ÖFB-Tor und leistete obendrein zwei Assists.

Die Erleichterung über sein mehr als gelungenes Comeback war dem Mainz-Legionär nach dem Match ins Gesicht geschrieben. "Mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen, der Druck war schon groß. Aber ich habe mich gut eingefügt und gleich Leistung gebracht", erklärte Ivanschitz, der Gratulationen von ÖFB-Präsident Leo Windtner erhielt. "Solche Geschichten schreibt nur der Fußball", sagte der 61-Jährige.

Ivanschitz war schon mit einer positiven Vorahnung nach Aserbaidschan gereist. "Ich habe mich die ganze Woche in Bad Tatzmannsdorf sehr gut gefühlt, bin topfit und habe Spaß am Fußball. Das liegt auch an der Mannschaft, die mich gut aufgenommen hat."

Über seine unfreiwillige Nationalteam-Abstinenz unter Teamchef Dietmar Constantini wollte Ivanschitz keine Gedanken mehr verschwenden. "Es bringt nichts, diese Sache nach jedem Länderspiel aufzuarbeiten. Ich habe meinen Blick nach vorne gerichtet."

Der Mittelfeldspieler kam auf der für ihn eher ungewohnten Position am linken Flügel zum Einsatz und überließ den Platz im Offensiv-Zentrum Marko Arnautovic, damit dessen Offensivmängel besser kaschiert werden konnten. "Teamchef Willi Ruttensteiner hat den Vorschlag gemacht, damit Marko entlastet wird und nicht so viel laufen muss", verriet Ivanschitz.

Diese Maßnahme ging laut dem bald 28-Jährigen auf. "Wir waren gut eingestellt, großes Kompliment an den Trainer. Wir haben eine tolle Leistung abgeliefert, auch wenn noch einige unnötige Abspielfehler dabei waren", sagte Ivanschitz.

Bis kurz vor dem Spiel war sogar im Raum gestanden, dass der Burgenländer wieder in die Kapitänsrolle schlüpft. Dann aber stellte Ruttensteiner in einem Gespräch mit Ivanschitz, Marc Janko und Christian Fuchs klar, dass Janko weiterhin die Schleife trägt. "Und das war für alle drei überhaupt kein Problem", betonte Ruttensteiner.