Erstellt am 27. Juli 2011, 00:00

Ja nicht zu viel nachdenken. TIPP3 BUNDESLIGA / Das gilt für Manuel Seidl. Aber auch seine Mattersburger Kollegen sollten dieses Motto am Sonntag befolgen.

VON BERNHARD FENZ

Beim 5:4-Abstiegskrimi gegen Altach im April 2009 gelang ihm ein Kracher aus rund 20 Metern zum 3:2. Beim 1:0 im Vorjahr gegen Salzburg trug er nach fünf Niederlagen in Folge mit einem flachen Freistoßtor aus rund 25 Metern maßgeblich zum ersten Saisonsieg bei. Jetzt, am Samstag, schlug Manuel Seidl wieder zu er verwertete einen Ableger von Patrick Bürger wunderbar und schoss trocken ein.

Aber nicht nur diese Aktion sprach in der UPC-Arena für den 22-Jährigen. Seidl lieferte einfach ein ambitioniertes und gutes Spiel ab, er war präsent und aktiv. Nachdem er gegen Wiener Neustadt auf der Bank Platz nehmen musste und nicht zum Zug kam, wird diese Leistung Auftrieb geben.

Es geht nur so wie am  Samstag gegen Sturm

Seidl: Die ganze Mannschaft hat super dagegengehalten. Für mich persönlich war es sehr wichtig, weil ich oft zu viel über gewisse Dinge nachdenke. Das ist ein Problem, da hapert es noch. Nachsatz: Aber ich arbeite daran, dass ich das künftig vermeide.

Nicht nachdenken, den Instinkt abrufen und sich ohne große Schnörkeleien auf die eigenen Stärken besinnen, das wird bei allen SVM-Profis auch am Sonntag auswärts gegen Vizemeister Salzburg nötig sein. Für Trainer Franz Lederer liegt es jedenfalls auf der Hand, wie eine Überraschung möglich werden könnte: Mit dem selben Auftreten wie gegen Sturm nur so geht es. Wir müssen uns vor allem auch Aktionen nach vorne erarbeiten. Mit der nötigen Courage gelingt das auch in Salzburg.

Nedeljko Malic hat seine Rotsperre abgesessen und ist wieder dabei. Dafür muss Ivan Parlov nach seinem späten Ausschluss in Graz zuschauen.