Erstellt am 14. Dezember 2011, 00:00

Jetzt ist sogar ein Ende nach Maß drin. TIPP3 BUNDESLIGA / Die Chance ist da: Mattersburg kann mit einem Sieg gegen Wiener Neustadt auf Platz acht überwintern.

Gefahr im Verzug: Ilco Naumoski (beim Kopfball), Patrick Bürger (r.) und Co. kamen gegen Kapfenberg nach der Pause zwar schon vor das Tor, die entscheidenden Szenen spielten sich aber in Hälfte eins ab – da sorgten die Burgenländer im direkten Duell gegen den Letzten für das 2:0.WELLER  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Die Zahlen sind auf der Seite des SV Mattersburg. Das ist gut, denn das war nicht immer so. Trainer Franz Lederer wurde in der Vergangenheit zwar nicht müde, die Entwicklung und das Potenzial der Mannschaft zu predigen. Mit einem bitteren Punktestand im Rücken wirkte das aber phasenweise wie eine Durchhalteparole – auch wenn Mattersburg die Großen der Liga speziell auswärts stets fordern und ärgern konnte. Jetzt, mit der Gewissheit von regelmäßigen Punktegewinnen, kann sich Lederer gegenüber der breiten Öffentlichkeit aber tatsächlich in seinen Worten bestätigt sehen. Seit dem 1. Oktober – an diesem Tag musste der bis dahin sieglose SVM in Wiener Neustadt ran und gewann mit 2:1 – eroberten die Burgenländer in neun Spielen bei einer Bilanz von drei Siegen, vier Unentschieden, zwei Niederlagen sowie einem Torverhältnis von 12:9 13 Punkte. Zum Vergleich: In den ersten neun Runden der Saison waren es lediglich vier Zähler.

„Sagen nicht, dass wir die  Überdrüber-Truppe sind“

Nach dem wichtigen 2:0 im direkten Duell gegen Kapfenberg haben die Grün-Weißen am Samstag (18.30 Uhr) beim letzten Heimspiel gegen Wiener Neustadt die Chance auf ein Ende nach Maß: Franz Lederers Profis könnten den Lokalrivalen überholen und mit 20 Punkten überwintern. „Wenn wir dieses Spiel positiv bestreiten, können wir wirklich zufrieden Weihnachten feiern.“ Der Trend stimmt jedenfalls: „Wir haben uns in den letzten Wochen etwas von dem zurückgeholt, was anfangs auf der Strecke geblieben ist.“ Dabei war für Lederer ein Aspekt auffallend: „Auch jetzt, in dieser Phase der Meisterschaft, die schon lange andauert, konnten wir den Rhythmus beibehalten und Bereitschaft sowie Disziplin aufbringen.“

Was kann da also gegen Wiener Neustadt noch schiefgehen? „Alles, wenn wir nicht mit dem nötigen Engagement bei der Sache sind. Wiener Neustadt wird immer noch unterschätzt, von uns aber auf keinen Fall – außerdem sagen wir jetzt auch sicher nicht, dass wir die Überdrüber-Truppe sind.“

Und Wiener Neustadt? Die Niederösterreicher können den SVM zumindest auf Distanz halten. Das ist auch das Ziel von Trainer Peter Stöger: „Es wird nicht leicht, aber wir wissen, worauf wir uns dort einzustellen haben.“