Erstellt am 01. Februar 2012, 00:00

JUDO-WELTCUP. JUDO / Der Oberwarter Roland Poiger, Ex-Sportler und nunmehriger Kampfrichter, veranstaltet gemeinsam mit seinem Bruder Martin Poiger den Weltcup der Männer.

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VON DANIEL FENZ

Die Elite der Frauen kämpfte voriges Jahr um Medaillen. Ein Jahr später sind die Männer an der Reihe. Sie treten am 11. und 12. Februar in der Sporthalle Oberwart zum Weltcup an, der in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Judoverband und dem Judoklub Pinkafeld ausgetragen wird. Die BVZ sprach vorab mit Veranstalter Roland Poiger.

BVZ: Vor einem Jahr fand in Oberwart der Weltcup der Frauen statt. Was erwarten Sie heuer von den Herren?

Roland Poiger: Bei den Frauen waren 190 Athletinnen am Start, hinzu kamen rund 60 Trainer und Kampfrichter aus 37 Nationen. Heuer erwarten wir doppelt so viele Teilnehmer. Derzeit liegen uns 450 Meldungen aus 52 Nationen vor, davon sind rund 350 Sportler. 150 davon werden eine ganze Woche – auch zum Trainingslager – in Oberwart und Bad Tatzmannsdorf bleiben. Es steht die Endphase in der Olympia-Qualifikation an.

BVZ: Wie steht es um die österreichischen Teilnehmer?

Poiger: 23 Athleten werden dabei sein, darunter auch der Junioren-Europameister im Schwergewicht, Daniel Allersdorfer, oder natürlich unsere heißen Eisen im Rennen um Olympiamedaillen – Ludwig Paischer, Peter Scharinger und Max Schirnhofer.

BVZ: Auf Burgenländer hofft man vergebens?

Poiger: Ja. In dieser Leistungsstufe haben wir keinen Sportler dabei. Auch ich, als Kampfrichter mit internationaler Lizenz, werde beim Heimturnier nicht auf der Matte stehen.

BVZ: Welchen Stellenwert hat diese Weltcup-Veranstaltung? Poiger: Sie ist mit großer Sicherheit der unumstrittene Höhepunkt des Jahres. Das ganze Jahr über läuft die Vorbereitungsarbeit. An dieser Stelle geht ein Danke an alle Helfer, Unterstützer, Förderer und Mitarbeiter.

BVZ: Wie bewerten Sie generell den Judosport im Burgenland?

Poiger: Natürlich erhoffen wir uns durch die starke Medienpräsenz wieder mehr Mitglieder – das gilt für ganz Österreich. Unzufrieden sind wir aber nicht. Die Mitgliederzahlen sind seit Jahren stabil – und steigen sogar leicht.

BVZ: Wie sehen Ihre weiteren persönlichen Ziele im Judosport aus?

Poiger: Als Kämpfer werde ich nicht mehr in Aktion treten. Meine Ziele beschränken sich auf die Funktionärstätigkeit. Als Kampfrichter wäre ein Einsatz bei einer Weltmeisterschaft schon schön. Da ich seit 2011 im Team der „EJU“(Anm.: Europäischer Judoverband) Funktionäre aktiv bin, ist auch hier eine Weiterentwicklung erstrebenswert.

WO? Ausgetragen wird der Judo-Weltcup der Männer in der Sporthalle Oberwart.

SAMSTAG, 11. FEBER; ab 9.30 UHR: Wettkampfbeginn in den Klassen Männer -60, -66 und -73 Kilo. Medaillenkämpfe ab 17 Uhr.

SONNTAG, 12. FEBER, ab 9.30 UHR: Wettkampfbeginn in den Klassen -81, -90, -100 und +100 Kilo. Medaillenkämpfe ab 17 Uhr.

ORGANISATIONS-KOMITEE:
Roland Poiger 0664/4147800, Martin Poiger 0664/4506590.

Alles im Griff: Die Veranstalter Roland und Martin Poiger (v.r.).