Erstellt am 08. Februar 2012, 11:50

Kampf gegen General Winter in der Südstadt und Innsbruck. Der planmäßige Start des Fußball-Bundesliga-Auftakts im Jahr 2012 gestaltet sich zum beinharten Kampf mit Väterchen Frost. Vor allem der Admira und Wacker Innsbruck machen die kalte Witterung und der gefrorene Schnee auf dem Rasen schwer zu schaffen.

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Aber Not macht bekanntlich auch erfinderisch. In der Tiroler Landeshauptstadt rückte am Mittwoch sogar die Feuerwehr mit Spezialmitteln an, damit das West-Derby am Samstagabend (18.30 Uhr) im Tivoli-Stadion gegen Salzburg stattfinden kann.
 
"Die Temperaturen gehen leider nicht nach oben, deshalb ist die Situation so schwierig mit derart viel Schnee und Wind. Wir haben sogar Eisschollen auf dem Fußball-Rasen, so was habe ich überhaupt noch nie gesehen. Aber wir tun alles, um eine Durchführung des Spiels zu ermöglichen", versicherte Clubmanagement-Leiter Gerald Schwaninger im Gespräch. So laufe etwa wie in Graz und Wien-Favoriten bei der Austria die Rasenheizung seit Tagen auf Hochtouren und verschlinge bis zu 2.000 Euro pro Tag.
 
Viel mehr Kopfzerbrechen als das Spielfeld bereitet den Verantwortlichen in Innsbruck aber die Situation auf den Tribünen. "Das Stadion ist total durchgeeist, ein einziger Eisblock. Da nützt nicht einmal mehr Salzstreuen. Selbst wenn das Eis kurzzeitig aufgeht, bei der Kälte und dem Wind friert es sofort wieder zu. Deshalb müssen wir, sofern das Match am Samstag stattfinden kann, mehrere Tribünenbereiche aus Sicherheitsgründen sperren", betonte Schwaninger, dass Verletzungsgefahr durch die Eisbildung auf den Rängen für die Zuschauer bestehe.
 
"Es darf nicht sein, dass Fans ausrutschen und sich dabei etwa schwer am Kopf verletzen. Deshalb sind wir in ständigem Kontakt mit den Behörden", erklärte der Clubmanagement-Leiter, der noch auf die Spezialkenntnisse der Feuerwehrkräfte hoffte. "Sie probieren ein spezielles Enteisungsmittel aus, hoffentlich nützt es." Die Vorkommissionierung auf dem Tivoli neu ist für Donnerstagnachmittag (16.00 Uhr) angesetzt. Schon zuvor werden aber die lokalen Behörden das Stadion inspizieren.
 
Eine Vorkommissionierung gibt es am Donnerstagnachmittag auch in der Admira-Arena in Maria Enzersdorf und in Wiener Neustadt (16.00), wo es im Gegensatz zu Innsbruck keine Rasenheizungen gibt. Während die Signale aus Wr. Neustadt am Mittwochvormittag laut Manager Alexander Gruber auch dank der Mithilfe von Bundesheer-Angehörigen und Amateur-Spielern bei der Räumung des Rasens "weiter positiv" für die Sonntag-Partie gegen Rapid waren, sah es rund 30 km nördlich in der Südstadt "nicht besonders gut" aus, wie Admira-Manager Alexander Friedl mitteilte.
 
"Es ist zwar vom Wetter her ein bisschen besser geworden, hat aber noch immer minus sieben Grad. Wir tun jedenfalls unser Möglichstes", betonte Friedl, dass auch in der Südstadt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auf Hochtouren gearbeitet werde, damit das Heimspiel am Samstagabend (18.30) gegen Schlusslicht Kapfenberg stattfinden kann. Ob der Kampf gegen General Winter am Ende von Erfolg gekrönt sein wird, werde man spätestens am Donnerstagnachmittag kurz nach 15.00 Uhr wissen, wenn ÖFB-Schiedsrichter-Manager Fritz Stuchlik die Vorkommissionierung durchgeführt haben wird. Stuchlik fährt danach direkt weiter nach Wiener Neustadt.