Erstellt am 29. Juli 2012, 20:09

Kanute Oblinger Wildwasser-Slalom-Halbfinale. Kanute Helmut Oblinger hat sich am Sonntag mit einer souveränen Vorstellung für das Halbfinale im Wildwasser-Slalom bei den Olympischen Spielen in London qualifiziert.

Der Oberösterreicher stellte im Kajak-Einer in der Qualifikation die zehntbeste Zeit auf, nur 15 kamen weiter. Die Entscheidung fällt am Mittwoch, wenn Vorschlussrunde (14.30 Uhr MESZ) und Finale (16.15) auf dem Programm stehen. Schon nach dem ersten Qualifikationslauf und einer Ergebnis-Korrektur mit sogar fünfschnellsten Zeit hatte Oblinger den Aufstieg im Kanal des Lee Valley White Water Centers so gut wie in der Tasche. "Das war ein guter Einstieg. Ich habe auf den ersten Lauf gesetzt, im Halbfinale muss es ja dann auch auf Anhieb klappen", sagte Oblinger. Auch im zweiten Lauf (Rang 14) fanden sich starke Passagen. Eine Mischung aus beiden könnte den Finaleinzug bedeuten.

Nach vollbrachter Arbeit setzte ein Regenguss ein, der Wind hatte schon den ganzen Nachmittag über empfindlich kühle Luft gebracht. "Aber das ist kein Problem, denn die hohen Tribünen lassen keinen Wind auf die Strecke", erklärte Oblinger. Die schnellere der beiden Zeiten zählte, 15 der 22 Athleten zogen ins Halbfinale ein, stärkster war der Deutsche Hannes Aigner mit 83,49 Sekunden. Oblinger hatte 5,32 Sekunden Rückstand.

Ehefrau Violetta Oblinger-Peters hatte mit einem Gäste-Pass Zugang zu einem limitierten Bereich der Olympia-Anlage bekommen, durfte wenigstens vor dem Start dabei sein. Die Rennen selbst sah sie auf einem Monitor. "Da haben alle in dem Raum mit mir mitgefiebert. Ich bin sehr stolz und zufrieden, aber es gibt noch Sachen zu verbessern. Es ist unangenehm gesteckt für einen Qualifikation-Kurs. Es wäre eigentlich eine schöne Strecke", sagte die Bronze-Medaillengewinnerin von Peking 2008, die die Qualifikation für 2012 verpasst hatte.