Erstellt am 23. September 2011, 12:39

Kapfenberg - Mattersburg als Vorgeschmack auf Abstiegskampf. Zumindest ein Hauch von Abstiegskampf weht am Samstag durch das Franz-Fekete-Stadion, wenn Schlusslicht Kapfenberg den Vorletzten SV Mattersburg empfängt.

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Derzeit halten beide Teams bei nur vier Punkten, angesichts von bisher acht gespielten Runden wollen die Trainer das Duell aber nicht als vorentscheidende Partie bezeichnen.

"Ein Schicksalsspiel ist es nicht, doch sicher richtungsweisend. Mit einem Sieg könnten wir uns nach oben orientieren, bei einer Niederlage hätten wir eine schwierige Situation. Da würde wahrscheinlich alles hinterfragt werden", vermutete Kapfenberg-Betreuer Werner Gregoritsch, dessen Truppe die jüngsten fünf Liga-Partien verloren hat und obendrein am Mittwoch im Cup gegen den Tiroler Viertligisten Reichenau ausschied.

Gegen Mattersburg seien jene Tugenden gefragt, durch die den Obersteirern in den vergangenen Saisonen ein harter Kampf um den Klassenerhalt erspart geblieben war. "Wir müssen wieder Kampfkraft und Leidenschaft zeigen", forderte Gregoritsch. Sein Verein eröffnet gegen den SVM die neue Tribüne und gewährt den Zuschauern aus diesem Grund freien Eintritt - auf einen Leckerbissen sollten die Fans allerdings nicht eingestellt sein. "Ein Fußball-Fest ist nicht zu erwarten. Viel wird von Zweikämpfen und Taktik abhängen", prophezeite Gregoritsch.

Auch sein Gegenüber Franz Lederer erwartet eine enge Partie. "Im Endeffekt wird es eine Kopfsache sein", meinte der Burgenländer, der das Cup-Out gegen die Red Bull Juniors bereits abhakte und einen Punkt als Minimalziel ausgab. "Dann hätten wir uns Kapfenberg vom Leib gehalten und könnten einen Schritt nach vorne setzen."

Sorgen um den Verbleib in der Bundesliga müssen sich die seit zwölf Runden sieglosen Mattersburger laut Lederer nicht machen. "Wir werden am Ende nicht nur vor Kapfenberg, sondern auch vor anderen Mannschaft sein", behauptete der Coach des einzigen Clubs ohne vollen Saisonerfolg. Seinen Optimismus schöpft Lederer aus der Tatsache, dass die Burgenländer oft nur knapp an einem Sieg vorbeischrammten. "In jedem Match hatten wir die Chance, zu gewinnen", erklärte der Trainer.