Erstellt am 17. Dezember 2015, 04:08

von Bernhard Fenz

Karim Onisiwo: Klare Ansage mitten in dem Verwirrspiel. Das Thema „Karim Onisiwo“ pendelt zwischen Fakten und Spekulation. Seitens des SVM heißt es aber: „Er bleibt“.

Karim Onisiwo  |  NOEN, BVZ
Bleibt er? Geht er? Wenn ja: Wohin? Fragen, die sich im Lauf des Herbstes speziell um einen Spieler des SV Mattersburg permanent dreh(t)en: Karim Onisiwo. Seit bekannt wurde, dass es im Hintergrund ein Vertrags-Gerangel zwischen dem grün-weißen Shooting-Star der letztjährigen Erste-Liga-Saison und seinem Arbeitgeber geben soll, brodelte die Gerüchteküche. Die Zutaten für den scharf-köchelnden Eintopf sind Fakten und Spekulationen – also ein relativ undurchsichtiger Mix, will man sich der Thematik seriös annähern.

Fakt ist – und das bestätigte schon Vereins-Präsident Martin Pucher im September gegenüber dem TV-Sender Sky, angesprochen auf die Causa: Es gibt einen Auffassungsunterschied. Ob es sich um eine strittige Klausel handelt, oder was auch immer es sein mag: Gerade diese Details wurden nie öffentlich kommuniziert und sind spekulativ.

Letztlich soll aber geklärt werden, ob der Teamspieler nach wie vor ein gültiges vertragliches Arbeitsverhältnis habe und demnach auch weiter an den SVM gebunden sei – da er im Herbst regulär spielte, muss davon ausgegangen werden –, oder ob der Kontrakt im äußersten Fall gar für ungültig erklärt werde. Das wäre dann wohl die ablösefreie Wechselerlaubnis.

Fakt ist auch: Das Thema wurde vom Liga-Schiedsgericht (das allerdings nicht entscheidet) behandelt. Von einem Termin vor einem ordentlichen Gericht sei zudem die Rede gewesen, diese Meldung wurde offiziell nicht bestätigt – und bleibt spekulativ. Überhaupt: All diese internen Vorgänge würden längst nicht mehr beschäftigen, wenn gleichzeitig eine einfache Frage beantwortet werden könnte: Wird Karim Onisiwo im Frühjahr weiterhin Spieler des SV Mattersburg sein?

Einfache Frage – SVM mit einfacher Antwort

Der Offensivmann selbst sagt aber: „Für diese Antwort muss man sich noch etwas gedulden. Das Thema sollte bis Ende Dezember geklärt sein. Bis dahin gibt es auch nicht mehr darüber zu sagen.“ Ob Onisiwo trotz dieser laufenden Causa entspannt sei? „Ziemlich, das läuft ja alles im Hintergrund. Ich habe gute Leute, die das erledigen.“ Trotzdem, das gab er schon zu, werde er „erleichtert“ sein, wenn alles geklärt sein wird.

Am Samstag blieb der durch seine Explosivität oft schwer zu verteidigende Onisiwo beim 1:1 gegen die Admira 90 Minuten auf der Bank. Eine Woche davor fehlte der Profi gegen Salzburg krankheitsbedingt, diesmal baute Coach Ivo Vastic auf fast dieselbe Truppe wie gegen Salzburg. Im 4-1-4-1 ersetzte nur Thorsten Röcher Mike Novak links im Mittelfeld. Eine Position, die auch Onisiwo spielen hätte können. Der medial bereits mit interessierten Klubs aus dem In- und Ausland in Verbindung gebrachte Kicker sagt: „Ich war wieder ganz fit, aber der Trainer hat sich anders entschieden.“

Und was sagt man beim SV Mattersburg? Eine klare Ansage kommt von Franz Lederer, Sportlicher Leiter, auf die einfache Frage nach Onisiwos Zukunft: „Ja, aus heutiger Sicht wird Karim auch im Frühjahr Spieler des SV Mattersburg sein.“ Spannend. Schließlich lässt vor allem Onisiwos Antwort reichlich Interpretations-Spielraum zu.

Abgesehen von dieser Causa stellt sich auch die Frage, ob Mattersburg im Winter am Transfermarkt aktiv wird. Hier sagt Lederer: „Man kann nichts ausschließen. Aber es sieht danach aus, dass es mit ziemlicher Sicherheit keine neuen Spieler geben wird.“