Erstellt am 11. Oktober 2012, 13:57

Kasachstan als Herausforderung für ÖFB-Team. Österreichs Fußball-Nationalteam muss sich am Freitag (18.00 Uhr, ATV) im WM-Quali-Match in Astana gegen Kasachstan mit einem unangenehmen Gegner und einem Zeitunterschied von vier Stunden herumschlagen.

Auch der Kunstrasen stellt sich als schwer einzuschätzende Hürde dar. Vielleicht weil bzw. obwohl ein Punkteverlust bitter wäre, meinte ÖFB-Präsident Windtner, das sei "kein Pflichtsieg".

Sämtliche Trainings in dieser Woche wurden in Bad Tatzmannsdorf auf Plastikgrün absolviert. Für die ÖFB-Internationalen und ihren Teamarzt Richard Eggenhofer stellt die Umstellung auf den künstlichen Untergrund eine besondere Herausforderung dar. "Das verursacht Probleme vor allem im Bereich der Patellasehne, der Achillessehne und des Schambeins. Deshalb mussten wir bei vorbelasteten Spielern, die in der Vergangenheit zum Beispiel Knieverletzungen hatten, das Training genau dosieren, was gut gelungen ist", sagte der Mediziner.

Eine Furcht vor Verletzungen sei bei den österreichischen Teamspielern aber nicht zu spüren, betonte Eggenhofer. "Sie haben vor dem Kunstrasen keine Angst. Sie verlieren nicht einmal einen Gedanken daran, auf welchem Untergrund sie spielen."

Ganz ausblenden können die Schützlinge von Marcel Koller den Kunstrasen aber auch wieder nicht, schließlich verhält sich der Untergrund anders als natürlicher Rasen. "Unterschiede gibt es zum Beispiel beim Dämpfungsverhalten, bei der Rutschphase, bei schnellen Richtungsänderungen oder bei Tacklings", erklärte Eggenhofer.

Mit einem Punkteverlust würde Österreich im Rennen um einen Startplatz bei der WM 2014 in Brasilien vorzeitig ins Hintertreffen geraten. Dennoch war ÖFB-Präsident Windtner im Vorfeld bemüht, keinen allzu großen Druck auf die Auswahl von Teamchef Marcel Koller aufzubauen. "Dieses Spiel ist kein Pflichtsieg. Unser klares Ziel sind drei Punkte, aber die können wir nicht garantieren. Und einen Ergebniszwang vorzugeben, wäre kontraproduktiv", betonte der Oberösterreicher.

Wenn Christian Fuchs und Co. eine ähnlich starke Leistung wie beim unglücklichen 1:2 vor einem Monat gegen Deutschland abliefern, werden den Österreichern laut Windtner die drei Punkte ohnehin nicht zu nehmen sein.