Erstellt am 18. Februar 2012, 20:47

Kein Sieger im 300. Wiener Derby. Das 300. große Wiener Derby zwischen Rapid und der Austria hat am Samstag keinen Sieger gebracht. In einer äußerst schwachen Partie trennten sich die beiden Erzrivalen im Ernst-Happel-Stadion mit einem 0:0.

Die beste Chance der Partie vergab Rapids Christopher Trimmel. Von Austrias Abwehr einmal sträflich allein gelassen, setzte der Flügelspieler in der 86. Minute den Ball per Kopf an die Lattenoberkante. Davor hatte sich das Jubiläumsderby von Beginn weg der Stimmung angepasst. Die Austria begnügte sich zumeist, Rapid das Leben in der eigenen Spielhälfte so schwer wie nur möglich zu machen. Einziger Torversuch der Violetten vor der Pause blieb ein harmloser Versuch von Alexander Gorgon (39.), insgesamt fabrizierten sie nur zwei Torschüsse in den ersten 45 Minuten überhaupt.

Rapid hätte kurz vor dem Halbzeitpfiff bereits in Führung gehen können: Guido Burgstaller (44.) fabrizierte nach einem Hofmann-Eckball aber allein vor Austria-Torhüter Heinz Lindner ein Luftloch. Die Torsperre der Austria wackelte auch kurz nach Seitenwechsel bedrohlich, Lindner reagierte nach einem Kopfball von Trimmel (47.) aber mit Bravour.

Die Veilchen ihrerseits zeigten nichts. Rapids Derby-Debütant Lukas Königshofer im Tor musste erst in der 88. Minute den ersten Austria-Schuss durch Florian Klein parieren. Trimmel vergab auf der Gegenseite Rapids Matchball. Von den Rängen gab es ob der matten Darbietung von beiden Seiten nach Schlusspfiff Pfiffe.

In Innsbruck legte die Admira einen Fehlstart hin. Der Aufsteiger verlor am Samstag in der 21. Runde auswärts gegen den FC Wacker Innsbruck mit 1:2. Daniel Schütz (13.) und der eingewechselte Miran Burgic (80.) sorgten im Tivoli-Stadion für die Entscheidung. Stephan Auer gelang nur mehr der Anschlusstreffer (86.).

Aber auch für Herbstmeister Ried ist der Fehlstart ins Frühjahr seit Samstag amtlich. Die Oberösterreicher verloren auch das zweite Spiel 2012, zogen bei Nachzügler Mattersburg mit 1:4 (0:1) den Kürzeren und liegen nun zwei Zähler hinter Leader Rapid bzw. punktegleich mit der Austria auf Rang drei.

Patrick Farkas brachte die Mattersburger mit seinem ersten Bundesligatreffer in Führung (37.), Manuel Seidl legte fast mit Wiederbeginn nach (46.) - beide Male trat Kapitän Ilco Naumoski, der beim Frühjahrsauftakt gegen Sturm Graz noch erkrankt gefehlt hatte, als Vorbereiter in Erscheinung. Ried, das nie zu seiner Herbstform fand, kam dank Robert Zulj zwar noch einmal heran (53.), Alois Höller (58.) und der 17-jährige Christian Gartner (86.) sorgten aber für klare Verhältnisse.