Erstellt am 02. März 2016, 20:27

von Bernhard Fenz

Klare 0:3-Pleite bei Rapid. Für den SV Mattersburg gab es am Dienstagabend im Happel-Stadion beim 0:3 gegen Rapid nichts zu holen.

 |  NOEN, HERBERT P. OCZERET (APA)

In Runde sieben siegten die Burgenländer in Wien gegen die Hütteldorfer noch überraschend mit 4:2, so ein Husarenstück blieb diesmal verwehrt.

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RAPID – MATTERSBURG 3:0. Auf der einen Seite musste Rapid am Mittwochabend nicht gleich nach wenigen Minuten einen Ausschluss verkraften – wie das noch am 29. August aufgrund eines Handspiel außerhalb des Sechzehners von Goalie Richard Strebinger der Fall war -, auf der anderen Seite agierten die Burgenländer diesmal über die gesamte Spielzeit hinweg weit weniger giftig und zielstrebig im Spiel nach vorne.

Allein am krankheitsbedingten Ausfall von Stürmer Markus Pink kann es nicht gelegen haben, vielmehr agierte die gesamte Mattersburger Mannschaft zu passiv. Nur ein Kopfball von Florian Templ nach einem Corner von Jano in Minute 25 stand vor der Pause auf der Haben-Seite, was gute Chancen betraf.

Da war Rapid einfach zielstrebiger, auch wenn es nach zwei guten Gelegenheiten durch Mate Jelic gleich in der Anfangsphase dauerte, ehe der Rekordmeister die optische Überlegenheit auch in ernsthafte Torgefahr ummünzen konnte.

„Rapid-Viertelstunde“ schon vor der Pause

An sich wird die „Rapid-Viertelstunde“ in der 76. Minute eingeläutet, vom Action-Faktor her waren die letzten 15 Minuten vor der Pause diesbezüglich bereits würdig. Zuerst scheiterte Steffen Hofmann in der 33. Minute (Manuel Prietl hatte Stefan Stangl gefoult) an Mattersburg-Tormann Markus Kuster per Foulelfer. Der 22-jährige Schlussmann erriet die Ecke und parierte den halbhoch getretenen Ball. Drei Minuten später aber hatte Kuster keine Chance, als Stefan Schwab eine Hofmann-Vorlage wunderbar zum 1:0 verwertete. Sein Schuss aus gut 20 Metern senkte sich unhaltbar in die rechte obere Ecke.

Noch bitterer wurde es dann für die Burgenländer, als den Wienern in der 44. Minute mit dem 2:0 die Vorentscheidung gelang. Florian Kainz setzte sich in der Nähe der Cornerfahne durch, legte zurück auf Stefan Stangl, der seelenruhig im Sechzehner abschließen konnte – die SVM-Defensive war bei dieser Aktion praktisch nicht vorhanden.

SVM nach der Pause bemüht, aber zu wenig

Somit war die Basis für den Rapid-Sieg gelegt, auch wenn der SVM nach der Pause dem Spiel noch eine Wende geben wollte. Wenigstens war da phasenweise die eine oder andere gefährlichere Offensivaktion zu sehen, etwa nach einem energischen Vorstoß von Patrick Farkas (seine Hereingabe wurde in letzter Sekunde noch vor Thorsten Röcher geklärt), einem Ball von Röcher knapp neben das Tor oder einem Bogenschuss aus ganz spitzem Winkel an die Oberlatte, ebenfalls von Röcher. Da waren die Hütteldorfer schon etwas im Ergebnisverwaltungs-Modus, mit etwas mehr Entschlossenheit wäre da vielleicht noch was drin gewesen.

Auf der Gegenseite machte Florian Kainz kurz vor Schluss den Sack endgültig zu, als er einen schlechten Höller-Pass im Sechzehner abfing und den Ball zum 3:0-Endstand versenkte.

Fazit: Unterm Strich war das aus Sicht des SV Mattersburg einfach zu wenig für einen Punktegewinn – der Sieg der Heimischen hätte gar noch höher ausfallen können, aber Markus Kuster parierte zwei Top-Chancen von Stefan Stangl glänzend.

Während Rapid somit den fünften Sieg im fünften Bundesliga-Spiel 2016 feiern konnte, musste die Mannschaft von Trainer Ivo Vastic in der Meisterschaft nach einem Sieg und drei Unentschieden nun die erste Pleite im neuen Jahr hinnehmen. Weiter geht es für Patrick Farkas und Co. bereits am Samstag mit dem Heimspiel gegen Sturm Graz.

Stimmen zum Spiel

SVM-Trainer Ivo Vastic: „Wir haben es vor allem in der ersten Hälfte nicht geschafft, die Seiten zuzumachen und die Pässe in den Rückraum zu kontrollieren, beide Gegentreffer waren da praktisch identisch. Nach der Pause ist es besser gegangen, das dritte Tor haben wir uns dann selbst gemacht.“
 
Rapid-Trainer Zoran Barisic: „Wir waren ballsicherer und im Spiel nach vorne gefährlicher.“

STATISTIK

RAPID – MATTERSBURG 3:0 (2:0).- Torfolge: 1:0 (36.) Schwab, 2:0 (44.) Stangl, 3:0 (87) Kainz.
Gelb: Sprangler (71., Foul).
SR: Schüttengruber.- Happel-Stadion, 15.000.
Rapid: Strebinger; Pavelic, Dibon, Maximilian Hofmann, Stangl; Schwab, Petsos; Schobesberger (66. Murg), Steffen Hofmann (75. Schaub), Kainz; Jelic (82. Alar).
Mattersburg: Kuster; Höller, Mahrer, Maksimenko, Farkas; Jano (46. Erhardt), Prietl, Sprangler, Röcher (80. Ertlthaler); Templ, Ibser (60. Bürger).