Erstellt am 20. November 2014, 12:20

Klug erfreut über Anti-Doping-Novelle. Sportminister Gerald Klug hat sich nach dem Parlamentsbeschluss, durch den das neue Anti-Doping-Bundesgesetz einstimmig abgesegnet wurde und per 1. Jänner 2015 in Kraft tritt, erfreut gezeigt.

"Mit dem neuen Gesetz wird die Bekämpfung der Doping-Kriminalität in Österreich zukünftig zielgerichteter und effizienter", ist Klug überzeugt. Mit 1. Jänner 2015 tritt der neue Welt-Anti-Doping-Code, der sogenannte WADA-Code 2015, in Kraft. Damit ändern sich weltweit die Regelungen für die Anti-Doping-Arbeit. Mit der Novelle hat man in Österreich darauf reagiert.

"Österreich wird seiner Vorreiterrolle einmal mehr gerecht und hat diese neuen Bestimmungen rasch umgesetzt. Dass alle sechs Parlamentsparteien zugestimmt haben zeigt, dass Österreich geschlossen für einen Kampf gegen Doping und Betrug im Sport eintritt", wird Klug am Donnerstag in einer Aussendung zitiert.

Zwei neue Tatbestände

Im Mittelpunkt des neuen Gesetzes steht die Bekämpfung von Doping-Netzwerken durch zwei neue Tatbestände: Die "Komplizenschaft" und der "Verbotene Umgang". Nicht nur das Verabreichen, sondern auch eine andere Form wie Anleitung, Verschleierung oder aktive Mithilfe sowie der Umgang im Rahmen der Ausübung des Sports mit Betreuungspersonen, die des Dopings überführt wurden, werden belangt.

Die Regel-Sperre wird von zwei auf vier Jahre erhöht. Trainer und Betreuungspersonen treten stärker als bisher in den Fokus der Anti-Doping-Arbeit. Sportorganisationen und Fachverbände müssen entsprechende Regelungen in ihre Statuten aufnehmen und auf ihre Trainer übertragen.

Intelligente Testung

Eine zentrale Neuerung ist die Zusammensetzung des "Nationalen Testpools". Klug: "Wir setzen in Zukunft auf die intelligente Testung. Die NADA wird eine Risikoanalyse nach bestimmten Faktoren durchführen, wo festgestellt wird, welche Dopinggefährdung eine Sportart hat. Zudem wird auch die individuelle Leistungsentwicklung eines Sportlers mitberücksichtigt." Das Blutpassprogramm wird auf 110 Sportlerinnen und Sportler im Jahr 2015 ausgeweitet.

In den Gesetzesentwurf eingearbeitet wurden auch Erfahrungen aus den vergangenen Jahren, die im Wesentlichen die Arbeit der NADA und aller Beteiligten im Kampf gegen Doping verbessern sollen. Dazu zählen Schärfungen im Gesetz ebenso wie beispielsweise die klare Trennung zwischen der NADA und der Anti-Doping-Rechtskommission. Neu ist, dass gerichtliche Rechtshilfe im Falle des Nicht-Erscheinens von wichtigen Zeugen und somit die richterliche Befragung ermöglicht wird.

Null Toleranz

"Mit dem neuen Gesetz zeigt Österreich glasklar, dass es null Toleranz gegenüber vorsätzlichem Doping gibt. Ich werde mich auf internationaler Ebene auch weiterhin stark für den Kampf gegen Doping im Sport einsetzen", sagt Klug.