Erstellt am 25. Oktober 2016, 06:59

von Bernhard Fenz

Simon Knöbl verlässt BFV. Knalleffekt beim Burgenländischen Fußballverband (BFV). Am Montagabend entschied sich im Rahmen einer Vorstandssitzung, dass Simon Knöbl  (37) den BFV nach rund viereinhalb Jahren als Geschäftsführer offiziell mit Ende des Jahres verlassen wird.

Bernhard Fenz

Präsident Gerhard Milletich zur BVZ: „Seitens des Vorstands genoss Knöbl nicht mehr das uneingeschränkte Vertrauen, deshalb bat er darum, seinen Vertrag aufzulösen. Dem hat der Vorstand zugestimmt.“ Interimistisch werde nun bis auf weiteres BFV-Sekretär und Langzeitmitarbeiter Karl Schmidt die Agenden führen.

Kein Thema war im Zuge der Sitzung übrigens die im Sommer erfolgte Ablehnung des SC Eisenstadt für den Spielbetrieb der aktuellen 2. Klasse Nord-Meisterschaft. Da wurden Stimmen laut, dass das Comeback des Traditionsklubs von Verbandsseite vorsätzlich verhindert worden sein soll. Milletich: „Klar ist: Es wurde hier ganz korrekt nach dem gültigen Vorstandsbeschluss gehandelt.“

Apropos korrekt. Laut Milletich habe es generell „keine dienstrechtlichen Verfehlungen“ im Zusammenhang mit dem BFV-Geschäftsführer gegeben. „Aber wenn im Verband ein Vertrauensverlust eines gewissen Teils gegeben ist, dann muss man das auch zur Kenntnis nehmen.“

Posten von Klaus Weber wird ausgeschrieben

Knöbl selbst sagt: „Ich kann auch nur mit breitem Vertrauen weitermachen, das war aber nicht mehr in der nötigen Form gegeben.“ Der gebürtige Halbturner und mittlerweile Wahl-Joiser werde nun jedenfalls seinen Teil zu einem „reibungslosen und absolut seriösen Übergang“ beitragen. Wie seine Zukunftspläne aussehen? „Ich habe sehr viele neue Erfahrungen gesammelt. Die Frage wird sein, ob ich weiter auf der aktuellen Schiene bleibe, wo ich nicht nur nach Leistung beurteilt werde, oder ob ich in ein anderes Segment wechsle.“

Beschlossen wurde im Zuge der Sitzung übrigens auch, dass der Posten des im September verstorbenen BFV-Mitarbeiters Klaus Weber neu besetzt und ausgeschrieben wird. Milletich: „Das wird zeitnah erfolgen.“