Erstellt am 25. Mai 2012, 14:54

Koller findet Dragovic-"Ausrutscher" unglücklich. Österreichs Fußball-Nationaltrainer Marcel Koller hat große Erwartungen in das Trainingscamp in Seefeld, das hat der Schweizer am Freitag bei seiner Pressekonferenz noch einmal bestätigt.

Mit 25 Spielern bereitet sich der 51-Jährige nun zwölf Tage auf die kommende WM-Qualifikation vor, auf dem Programm stehen auch zwei Testspiele gegen die Ukraine (1. Juni) und Rumänien (5. Juni) in Innsbruck. Zum Wirbel um seinen Abwehrspieler Aleksandar Dragovic wollte der Teamchef nicht wirklich Stellung beziehen. Dragovic hat nach dem Double-Gewinn seines Vereins FC Basel die Glatze von Bundesrat Ueli Maurer dreimal getätschelt. Nach großer Aufregung legte der 21-Jährige am Mittwoch nach und sagte, ihm habe diese Aktion Spaß gemacht. Dragovic wurde von seinem Club zurück nach Bern beordert, um sich beim Bundesrat offiziell und persönlich zu entschuldigen. Die neue Aufregung habe Koller aber nach eigenen Aussagen gar nicht mitbekommen, meinte aber: "Wenn er diese Aussage gemacht hat, dann ist sie etwas unglücklich."

Koller konzentrierte sich stattdessen voll und ganz auf das kommende Trainingscamp. Nach den ersten Trainingseinheiten bestätigte er, dass alle Spieler hochmotiviert seien. "Ich hoffe, wir können dieses hohe Niveau halten." In den zwölf Tagen werde viel im taktischen Bereich gearbeitet, besonderes Augenmerk werde auf das Defensivverhalten gelegt, individuell und in der Gruppe.

Dass für das Camp gleich zehn Spiele abgesagt haben, berührte Koller zumindest offiziell nicht besonders. "Wir wollten auch andere Spieler kennenlernen. Ich kann jetzt mit diesen über Fußball, aber auch Privates sprechen. Es ist eine Chance für diese Spieler", sagte der Teamchef.

Und Koller hat noch drei weitere "Problemkinder". Christoph Leitgeb kann aufgrund seiner Knieprobleme nicht trainieren. Sein Vereinskollege Jakob Jantscher leidet an Schulterproblemen. Auch Robert Almer kann aufgrund seiner Oberschenkelblessur nicht mitmachen.