Erstellt am 16. Oktober 2013, 17:33

Koller kündigte Entscheidung in nächsten Wochen an. Auch nach der Rückkehr nach Wien am Mittwochnachmittag hat Österreichs Fußball-Teamchef Marcel Koller seine Zukunft offengelassen.

"Die Entscheidung muss in den nächsten Wochen passieren", erklärte der Schweizer am Tag nach dem 3:0-Auswärtssieg auf den Färöern und wollte sich nicht dazu äußern, ob ihm ein konkretes Angebot des 1. FC Nürnberg vorliegt.

Die Sympathiebekundungen von Spielern und Fans könnten Einfluss auf Kollers weitere Vorgehensweise haben, wie der 52-Jährige zugab. "Ich werde das einfließen lassen", sagte der Coach und ergänzte: "Das macht das Ganze noch schwieriger." Außerdem meinte Koller: "Der Kopf ist wichtig, aber auch das Bauchgefühl."

Koller mit positiver Erfahrung

Die Erfahrungen in seinen zwei Jahren als österreichischer Teamchef bezeichnete Koller als "sehr positiv. Am Anfang gab es viel Gegenwind, doch ich weiß, was ich kann und wie ich mit einer Mannschaft umgehen kann, was ich ihr vermitteln kann. Dementsprechend hatte ich keine Angst. Im ersten Jahr war noch Raunzen dabei, aber dann war es weg."

Einmal mehr betonte Koller, wie sehr ihm zu Beginn seiner Tätigkeit beim ÖFB die tägliche Arbeit auf dem Platz fehlte. "Aber mittlerweile kann ich damit umgehen. Es ist ein anderes Vorbereiten und die Lehrgänge sind hochintensiv. Ich kann mir beides vorstellen."

Weiters ließ der Coach noch einmal die abgelaufene WM-Qualifikation Revue passieren. "Wir haben grundsätzlich eine gute Qualifikation gespielt. Dass es nicht gereicht hat, lag aus meiner Sicht an Kleinigkeiten, die große Wirkung hatten." Entscheidend sei in diesem Zusammenhang, dass er nicht viel Zeit mit der Mannschaft zur Verfügung habe. "Man muss mehr miteinander trainieren, um solche Dinge ausmerzen zu können, und das konnten wir nicht."

Als Highlights der Quali bezeichnete Koller das Heim-1:2 gegen Deutschland und die ersten 45 Minuten beim 1:2 in Schweden. "Diese erste Hälfte war die beste in meiner Amtszeit." Dennoch wollte er kein ausschließlich positives Resümee ziehen. "Ich habe schon gerne Erfolg, und der hat letztlich gefehlt. Wir haben das Play-off nicht erreicht, doch so viele Punkte wie schon lange nicht herausgespielt. Und so wie die Mannschaft in den Quali-Spielen aufgetreten ist, konnte man darauf vertrauen, dass sie ihr Potenzial abruft."