Erstellt am 12. November 2011, 15:46

Koller noch ohne Nervosität vor Teamchef-Debüt. Marcel Koller hat sich drei Tage vor seinem Debüt als österreichischer Fußball-Teamchef betont gelassen gezeigt. Durch das dicht gedrängte Programm des bisherigen ÖFB-Lehrgangs blieb beim Schweizer nach eigenen Angaben das große Kribbeln vor seiner Feuertaufe im Testspiel am Dienstag (20.00 Uhr MEZ/live ORF eins) in Lwiw (Lemberg) gegen die Ukraine bisher aus.

Marcel Koller hat sich drei Tage vor seinem Debüt als österreichischer Fußball-Teamchef betont gelassen gezeigt. Durch das dicht gedrängte Programm des bisherigen ÖFB-Lehrgangs blieb beim Schweizer nach eigenen Angaben das große Kribbeln vor seiner Feuertaufe im Testspiel am Dienstag (20.00 Uhr MEZ/live ORF eins) in Lwiw (Lemberg) gegen die Ukraine bisher aus.

"Ich bin gar nicht dazugekommen, Nervosität zu spüren. Aber ich bin überzeugt, dass eine positive Anspannung noch kommen wird", erklärte der 51-Jährige am Samstag. Seine ersten Tage als Teamchef erinnerten Koller an mehrtägige Trainingslager in seiner Zeit als Clubtrainer. "Auch da war ich von morgens bis abends vollgepackt."

Der Stress der vergangenen Tage änderte aber nichts am Optimismus des ehemaligen Schweizer Internationalen. "Ich bin voller Adrenalin und Zuversicht." Dazu trägt auch das positive Mannschaftsklima bei, das Koller jedoch nicht überbewerten wollte. "Nur weil wir vielleicht eine gute Stimmung haben, heißt das nicht, dass wir gewinnen. Es ist gut, dass man gerne zum Team kommt und Spaß hat, aber auf dem Platz muss man mit Ernst bei der Sache sein - doch das ist bei uns auch der Fall", betonte Koller und sprach von einem "guten Geist" in seiner Truppe.

Nach dem zuletzt intensiven Programm gewährte der Teamchef seinen Schützlingen am Samstagnachmittag einige freie Stunden. Koller selbst analysierte mit Thomas Janeschitz das 3:3 der Ukraine in Kiew gegen Deutschland, das der ÖFB-Assistenzcoach vor Ort gesehen hatte.

Der Teamchef hatte die Partie gemeinsam mit der Mannschaft vor dem TV-Gerät verfolgt und vermittelte am Tag danach ein positives Bild der Osteuropäer. "Die Ukrainer haben sehr defensiv und kompakt gespielt und dann ihre Stärke - mit schnellen Leuten nach vorne zu kommen - gut umgesetzt." Für Sonntag hat der Betreuer ein Videostudium des Gegners angesetzt. "Wir wollen den Spielern vor allem die Taktik, die Standards und den Spielaufbau der Ukrainer vermitteln."