Erstellt am 12. März 2013, 13:52

Koller strebt für Quali-Doppel sechs Punkte an. Österreichs Fußball-Teamchef Marcel Koller setzt weiterhin auf Kontinuität.

Im am Dienstag veröffentlichten 23-Mann-Kader des Schweizers für die WM-Qualifikationsspiele am 22. März in Wien gegen die Färöer und am 26. März in Dublin gegen Irland gab es im Vergleich zum Wales-Testspiel im Februar nur eine Änderung. Martin Harnik, der in Swansea verletzungsbedingt fehlte, ersetzt Marcel Sabitzer.

Die mangelnde Einsatzzeit vieler Teamspieler bei ihren Clubs nimmt Koller in Kauf. "Wir sind überzeugt, dass das die Besten für uns sind, auch wenn wir wissen, dass nicht alle spielen und der eine oder andere angeschlagen ist", meinte der 52-Jährige. Koller will dem aktuellen Kader auch in Zukunft die Treue halten, selbst wenn viele Kicker noch monatelang auf Bank oder Tribüne schmoren sollten. "Bei einem Club im Ausland ist die Konkurrenz eben größer. Doch wir können nicht sagen, wenn du bei deinem Verein nicht spielst, spielst du auch bei uns nicht."

Die beiden jüngsten Schlappen - 0:3 gegen die Elfenbeinküste und 1:2 gegen Wales - passierten nach jeweils zweitägiger Vorbereitungszeit, diesmal kann der Nationaltrainer rund eineinhalb Wochen mit seinen Schützlingen arbeiten. Und diese Zeit will er in Siege ummünzen - gegen die Färöer und Irland strebt Koller sechs Punkte an. "Nur Blabla ist zu wenig, wir brauchen jetzt Leistung. Wir sollten noch näher zusammenrücken, nicht nur im Theoriesaal, sondern vor allem auf dem Platz."

Gegen die Färöer rechnet Koller mit einem Geduldspiel. "Sie haben bisher in der Qualifikation defensiv sehr gut gespielt, da müssen wir den Druck permanent hoch halten." Auch die Iren verfügen laut dem ÖFB-Coach über eine defensivstarke Mannschaft. "Aber von den Zweikämpfen her wird es in Dublin noch intensiver als gegen die Färöer."

Kurzfristigen Positionswechseln gegenüber zeigte sich Koller aufgeschlossener als zuletzt. Zumindest gegen Irland scheint es nicht ausgeschlossen, dass David Alaba nicht im Mittelfeld, sondern wie beim FC Bayern links in der Viererkette einlaufen könnte. "Ich sehe ihn nach wie vor als Mittelfeldspieler, aber in Stein gemeißelt ist es nicht, dass er im Nationalteam immer im Mittelfeld eingesetzt wird."