Erstellt am 16. November 2013, 15:37

Koller verpasste ÖFB-Team ein "zweites Gesicht". Nach einer knappen Woche und sieben Trainingseinheiten in Spanien kehrt das ÖFB-Team am Sonntag nach Österreich zurück. Die Bilanz des Camps fiel für Teamchef Marcel Koller positiv aus.

"Die Jungs haben sehr gut mitgemacht, wir konnten das eine oder andere einüben", sagte Koller. Vor allem hat er die Zeit genutzt, um den Team ein "zweites Gesicht" zu verpassen.

Ziele: Taktisch variabler, defensiv klüger werden

Neben dem in seiner Ära zu einem Markenzeichen gewordenen Offensivpressing will der 53-Jährige mit seiner Truppe dadurch taktisch variabler werden. Dabei gehe es vor allem darum, sich zum Beispiel im Falle einer Führung defensiv taktisch klüger zu verhalten und zu verteidigen.

"Wir versuchen, neben dem Offensivpressing noch eine zweite Sache mit dabei zu haben. Wir haben geübt, tiefer zu stehen, aber nicht weniger aggressiv. Wenn man etwa in Führung ist, lässt man sich tiefer fallen und führt dann mit viel Schnelligkeit die Gegenangriffe aus", erklärte Koller.

Harnik: "Das Gegenpressing war ein wichtiger Punkt"

Auch für Martin Harnik war es vor allem aus taktischer Sicht "ein sehr guter und erfolgreicher Ausflug". "Wir konnten hier taktisch sehr gut arbeiten. Wir haben einige Defizite aufgearbeitet, die wir in der Quali gezeigt haben", meinte Harnik, der die wichtigsten Erkenntnisse des Spanien-Trips so zusammenfasste: "Das Gegenpressing war weiter ein wichtiger Punkt. Wir marschieren nach dem Ballverlust voll drauf. Aber es ist genauso wichtig, dass wir in der Defensivarbeit gut in die Ordnung zurückkehren und die richtigen Positionen einnehmen. Nur blind zurücklaufen hat nämlich keinen Wert."

Neulinge hinterließen guten Eindruck: "Wichtig ist , dass sie nicht abheben"

Mit dem Auftreten der Neulinge wie Lukas Hinterseer, Martin Hinteregger oder Kevin Wimmer war Koller ebenfalls sehr zufrieden.

"Die Eindrücke waren sehr positiv. Wichtig ist jetzt, dass sie nicht abheben, sondern ihren Weg weitergehen und ihre Arbeit konsequent verrichten. Dann wird über kurz oder lang kein Weg an ihnen vorbeiführen", erklärte Koller.

Dienstag gegen USA "mit den Stärksten" – die sich noch "herauskristallisieren"

Punkto Aufstellung für die Partie gegen die US-Boys, die im Gegensatz zu den Österreichern bereits seit Samstag in Wien sind, wollte sich Koller noch nicht festlegen. Angesichts der jüngsten schwachen Resultate in Testspielen dürfte sich die Zahl der Experimente aber sehr in Grenzen halten.

"Wir werden dieses Freundschaftsspiel schon richtig angehen. Wir werden mit den aus unserer Sicht aktuell Stärksten spielen. Wer das ist, wird sich bis Dienstag herauskristallisieren", meinte Koller.