Erstellt am 26. Oktober 2011, 00:00

Kommt Bruno Friesenbichler?. REGIONALLIGA OST / Der ehemalige Hartberg-Trainer ist laut Obmann Gerhard Milletich ein echter Kandidat für die Neubesetzung des Parndorfer Cheftrainers.

Bruno Friesenbichler schaffte mit Hartberg 2009 den Aufstieg in die Erste Liga und danach zweimal den Klassenerhalt. Im Juni 2011 verließ er die Steirer – nun könnte er beim SC/ESV Parndorf landen.GEPA  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Während die Kampfmannschaft nach wie vor mehr schlecht als recht Punkte sammelt, erhoffen sich die Verantwortlichen des SC/ESV auf dem Sektor der Trainersuche bald ein positives Ergebnis. Nach dem Rücktritt von Simon Knöbl – er zog sich nach dem 0:3 bei den Rapid Amateuren abgesehen vom sportlichen Wellental aus privaten und beruflichen Gründen zurück – ist die Position zwar interimistisch mit Pauli Hafner besetzt. Er steht auch so lange zur Verfügung, bis alles klar ist, nur dürfte sich eine konkrete Entscheidung nun tatsächlich anbahnen – das war der Stand zu Wochenbeginn und vor Redaktionsschluss.

Demnach soll, geht es nach den Wünschen von Obmann Gerhard Milletich und dem Sportlichen Leiter Andreas Hackstock, Bruno Friesenbichler (43) der neue Trainer werden. Der Steirer genoss vor allem aufgrund seiner letzten Station österreichweite Aufmerksamkeit. In der Saison 2007/2008 übernahm der Bruder von Stürmer Günter Friesenbichler das Traineramt in Hartberg, schaffte dann in der kommenden Saison den Aufstieg in die Erste Liga und hielt schließlich zwei Jahre lang die Klasse. Im Sommer verlängerte er allerdings nicht mehr seinen Vertrag, seitdem ist der Weizer vereinslos.

Erstes konkretes Gespräch  Mitte der Woche

Das Interesse besteht übrigens von beiden Seiten, konkrete Verhandlungen soll es in dieser Woche (Friesenbichler hielt sich zuletzt berufsbedingt im Ausland auf) geben. Milletich bestätigte gegenüber der BVZ jedenfalls die Thematik und die Gesprächsbereitschaft für eine künftige Zusammenarbeit: „Friesenbichler ist ein Kandidat, mit dem wir die Ziele festlegen wollen.“

Diese Ziele sollen sich in jedem Fall nicht nur auf die Saison 2011/2012 beschränken, es geht zumindest um eine mittelfristige Lösung. Heißt konkret: Wer auch immer verpflichtet wird, soll einen Vertrag bis Sommer 2013 unterzeichnen. In diesem Rahmen strebt die Vereinsführung den Aufbau und die Umsetzung einer starken Spitzenmannschaft für die Regionalliga Ost an.

Sportlich folgt die nächste  Aufgabe im Mittelburgenland

Inwieweit der bestehende Kader noch in dieser Saison zu einer echten Spitzentruppe reifen kann, wird vor allem auch davon abhängen, wie Kapitän Roman Kummerer und Kollegen in den letzten Herbstrunden abschneiden. Beim 2:0-Arbeitssieg gegen Amstetten vergab der SC/ESV laut Interimscoach Paul Hafner eine gute Chance für das Selbstbewusstsein: „Läuferisch und kämpferisch hat es gepasst. Wir waren allerdings bei einigen Konterangriffen zu fahrlässig, da hätten wir einen deutlicheren Sieg einfahren können – und das wäre für das Selbstvertrauen nicht schlecht gewesen …“

Am Dienstag (nach Redaktionsschluss) stand das Nachtragsspiel in Stegersbach auf dem Programm. Weiter geht es dann am Samstag mit dem Auftritt in Ritzing. Hafner erwartet sich vor allem in einer Hinsicht eine Bestätigung des zuletzt Gezeigten: „Alle müssen so kämpfen wie zuletzt. Dass es spielerisch nicht wunderbar läuft, ist klar. Jetzt geht es darum, dass sich die Mannschaft über die Einstellung aus dieser Situation befreien kann.“

Auf Seiten des SC Ritzing gibt sich Trainer Franz Ponweiser jedenfalls zuversichtlich: „Wir wollen einen Dreier. Die Parndorfer sind zwar hoher Favorit, das waren sie aber heuer schon öfter, denn sie spielen sehr launisch. Wir sind jedenfalls sehr heimstark, das soll auch Parndorf zu spüren bekommen.“