Erstellt am 11. Juli 2013, 17:12

"Konkrete Gespräche" über neuen Ligasponsor für Erste Liga. Heute für Morgen" könnte demnächst ausgedient haben. Nach fast drei Jahren könnte Österreichs zweithöchste Fußball-Spielklasse demnächst wieder einen Bewerbssponsor erhalten.

Bundesliga-Vorstand Georg Pangl bestätigte am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien "sehr konkrete Gespräche" mit einem möglichen zukünftigen Partner.

Red Zac und später ADEG waren bis 2010 als Namensgeber aufgetreten, seit drei Jahren sucht die Erste Liga aber erfolglos nach einem Sponsor. "Einige Details sind noch zu klären. Aber der Tag wird kommen, vielleicht schon sehr bald", erklärte Pangl. Die Clubs würden direkt davon profitieren. Schirmherr Herbert Prohaska: "Für viele Vereine ist es finanziell eng. Jede Hilfe ist wichtig."

Derzeit fördert die Bundesliga die zehn Zweitliga-Vereine mit 50 Prozent der vorgesehenen Summe von einem Ligasponsor - dabei ist ein solcher nicht einmal vorhanden. "Wir haben Spareinlagen, auf die wir zurückgreifen können. Und wenn dann ein Sponsor da ist, bekommen sie sofort wieder 100 Prozent der vorgesehen Summe", versicherte Pangl.

Geteilt werden muss das Geld in der zweithöchsten Spielklasse auch in Zukunft nur durch zehn. Einer von den Landesverbänden des ÖFB gewünschten Aufstockung hat man sich erfolgreich verwehrt. Dafür gibt es ab der Saison 2014/15 zwei Direktabsteiger. "Das ist eine Reform, die man nicht als Reform bezeichnen kann", meinte Erste-Liga-Präsident Gerhard Stocker. "Aber jetzt ist einmal für fünf, sechs Jahre Ruhe."

Mit der Vermarktung gab man sich zufrieden, die Zuschauerzahlen sind allerdings wie im Oberhaus seit Jahren rückläufig. "Da gibt es nichts schönzureden, daran müssen wir arbeiten", gestand Pangl. Der aufgestiegene Red-Bull-Ableger FC Liefering ist nicht gerade als Publikumsmagnet bekannt. "Sportlich gesehen sind sie aber wie früher die Amateurteams eine Bereicherung", erinnerte Pangl. "Liefering ist herzlich willkommen."

Die Konstruktion von Red Bull, mit einem eigenständigen Club als Farmteam das Verbot von Amateurteams in den beiden Profiligen zu umgehen, bezeichnete Pangl als "kreativen, aber korrekten Weg". Der Aufstieg ist den Lieferingern nicht erlaubt. Auch Spieler können nur wie Kooperationsspieler anderer Vereine in den üblichen Übertrittszeiten zwischen den beiden Clubs verschoben werden.

Um die Qualität von Liga zwei macht sich Schirmherr Prohaska keine Sorgen. "Der Meister ist mit der einen oder anderen Verstärkung problemlos in der Lage, oben mitzuspielen", versicherte Österreichs Jahrhundertfußballer. "Das haben die letzten Jahre gezeigt." Die Admira schaffte es 2012 als Aufsteiger direkt in den Europacup, der WAC schrammte zuletzt nur knapp daran vorbei.