Erstellt am 26. Februar 2016, 06:59

von Bernhard Fenz und Patrick Bauer

Konkursantrag des SV Neuberg? „Das ist kein Thema“. Neuberg ist laut seinen Verantwortlichen nicht konkursgefährdet. Im Fall eines Aus würden alle Partien gestrichen.

Neuberg-Obmann Martin Konrad  |  NOEN, Daniel Fenz

Es war der Aufreger der vergangenen Woche im burgenländischen Amateurfußball: Dem SV Neuberg wurde ein Konkursantrag gestellt, das Insolvenzverfahren konnte „mangels Zahlungsunfähigkeit“ gar nicht erst eröffnet werden (

).

Tankrechnung im Fokus „Unerklärlich“

Dabei soll es um eine nicht beglichene Tankrechnung von rund 2.200 Euro gegangen sein, die laut Neuberg-Obmann Martin Konrad schon im Dezember beglichen wurde, trotzdem aber scheinbar für dieses Verfahren sorgte. „Für mich bleibt das unerklärlich, denn wir nahmen an, dass alles erledigt sei“, sagte der Boss der Südburgenländer.

Sportlich soll es laut den Verantwortlichen aber ohne Einschränkung weitergehen. Konrad: „Eine Einstellung des Spielbetriebes war und ist überhaupt kein Thema.“ Ähnliches berichtete auch Cheftrainer Andi Konrad: „Wir peilen einen Rekurs an und wollen das Ganze schnellstmöglich erledigen.“

Von Seite des Klubs scheint demnach der weitere Spielbetrieb nicht gefährdet zu sein, auch beim Burgenländischen Fußballverband zeigt man sich noch betont gelassen.

Im Fall des Falles: Alle Spiele annulliert

Karl Schmidt, Verantwortlicher für den Spielbetrieb, sagt: „Wir haben uns natürlich erkundigt und sehen auf Basis dieser Erkenntnisse derzeit auch keinen Handlungsbedarf. Aus unserer Sicht ist also alles bis auf weiteres ganz normal. Erst wenn ein Beschluss seitens des Gerichts oder der Vereinsbehörde folgen sollte, bei dem es um eine Spielbetriebseinstellung geht, müssten wir tätig werden.“

Apropos: Was wäre überhaupt die Folge für die anderen Vereine, wenn der SV Neuberg tatsächlich den Spielbetrieb einstellen müsste? Die Antwort ist in diesem Fall eindeutig und klar: Dann würden alle bisherigen Partien laut den seit 1. Juli 2015 geltenden neuen ÖFB-Meisterschaftsregeln als „nicht gespielt“ gelten und kollektiv aus der Wertung genommen werden. Ungeachtet der erreichten Punkte würde der betreffende Verein dann so oder so an die letzte Stelle gereiht werden.

Vor Juli 2015 war die Sache, was die verbleibenden und bereits gespielten Runden betrifft, übrigens nicht ganz so eindeutig. Da wären im konkreten Fall bei einer Einstellung des Spielbetriebs – weil bereits zumindest die Hälfte aller Partien absolviert worden ist – die bisherigen Ergebnisse nämlich wie gehabt in der Wertung geblieben und alle weiteren Spiele mit 0:3 strafverifiziert worden.

Wie auch immer: Was bleibt, ist die Hoffnung, dass dieses Konjunktiv-Spielchen für den Fall der Fälle Theorie bleibt und die Meisterschaft in der BVZ Burgenlandliga auch völlig regulär zu Ende gespielt werden kann.

BVZ.at hatte vergangene Woche berichtet: