Erstellt am 25. Mai 2011, 11:39

Koubek als Davis-Cup-Kapitän im Gespräch. Jahrelang hat er auch in Roland Garros um Punkte und Preisgeld gekämpft, diesmal ist er als Beobachter in einer ungewöhnlichen Rolle.

Jahrelang hat er auch in Roland Garros um Punkte und Preisgeld gekämpft, diesmal ist er als Beobachter in einer ungewöhnlichen Rolle. Nun ist Stefan Koubek hauptsächlich in Paris, um weitere Spieler für sein Abschieds-Charity-Fest am 30. Juli zum Auftakt des ATP-Turniers in Kitzbühel anzuheuern.

Durch den verkündeten Rücktritt von Davis-Cup-Kapitän Gilbert Schaller per Jahresende ist Koubek aber gleich in Paris als möglicher Nachfolgekandidat ins Gespräch gekommen. "Interessant wäre das auf alle Fälle, ich kenne ja die Spieler sehr gut. Ich werde mich nicht aufdrängen, mit dem Team würde es mir auch Spaß machen."

Allerdings wird dies auch eine Entscheidung der Spieler sein, vor allem von Jürgen Melzer. "Jürgen soll zurecht die Macht haben, er ist ein Top-Ten-Spieler." Melzer selbst will sich dazu vorerst nicht äußern. "Ich möchte mich jetzt um mein Turnier kümmern und nicht Spekulationen starten. Wir werden uns danach alle zusammensetzen", sagte er auf APA-Anfrage.

Koubek sichtet mittlerweile seine Möglichkeiten für die Zeit nach seiner Spieler-Karriere. Das Mitkommentieren im ORF ist eine Variante. Auch Kitzbühel-Turnierdirektor Alexander Antonitsch hat Koubek eingeladen, künftig bei seinem Turnier mitzuhelfen. Seine ganz große Hoffnung für sein Abschiedsfest ruht freilich auf seinem Freund - dem Superstar Roger Federer. "Roger weiß Bescheid. Der Wille ist da. Wenn drumherum alles passt, dann ist die Chance, dass Roger kommt, auch sehr gut. Das wäre ein Traum für mich. Erstens sind wir super befreundet und Roger Federer kann einiges bewegen."

Während ein Federer in Kitzbühel vielleicht auftaucht, wird beim Turnier selbst Österreichs Nummer 1 fehlen. Jürgen Melzer bzw. sein Management hat Neo-Turnierdirektor Alexander Antonitsch eine Absage erteilt. "Wir haben Jürgen ein sehr gutes Angebot gelegt. Das hat er nicht akzeptiert und dies gilt es zu respektieren. Wir hoffen halt auf das nächste Mal", sagte Alexander Antonitsch dazu.