Erstellt am 09. März 2012, 14:17

Kriselnde "Bullen" gegen Rapid um Tabellenführung. Trotz der jüngsten Misserfolgsserie winkt Red Bull Salzburg in der 24. Fußball-Bundesliga-Runde die Tabellenführung.

Mit einem Heimsieg im Schlager am Samstag gegen Rapid würden die Mozartstädter dank des besseren Torverhältnisses erstmals seit der 9. Runde die Spitzenposition übernehmen, was die zahlreichen Tiefschläge der vergangenen Wochen wohl einigermaßen verschmerzen ließe.

Trainer Ricardo Moniz war aber vor dem Match bemüht, keine allzu große Erwartungshaltung aufzubauen. "Ich nehme den ganzen Druck von den Spielern weg. Gedanken muss nur ich mir machen", betonte der Niederländer, der sich nach einem beständigen Aufwärtstrend sehnt. "Wir müssen Kontinuität kreieren. Ich habe nichts davon, wenn wir gegen Rapid gewinnen und eine Woche später wieder abwesend sind."

Rapid-Trainer Peter Schöttel sieht sein Team nur in der Außenseiterrolle. "Die Salzburger haben am Tivoli einen bärenstarken Eindruck gemacht, ein Sieg blieb ihnen nur aufgrund mangelnder Chancenverwertung verwehrt. In der eigenen Arena sind sie als Gastgeber bei nationalen Spielen immer in der Favoritenrolle und außerdem nach wie vor der heißeste Kandidat auf den Meistertitel."

Dass die Wiener Austria nach wie vor voll im Titelrennen ist, hat sie vor allem ihrer Stärke außerhalb der Generali Arena zu verdanken. Das beste Auswärtsteam ist daheim alles andere als sattelfest, in den jüngsten sechs Partien gab es vor den eigenen Fans nur einen Sieg zu bejubeln. Am Sonntag (16.30 Uhr) kommt Aufsteiger Admira nach Wien-Favoriten. Im Duell Dritter gegen Vierter geht es für beide Teams darum, den Anschluss an die Tabellenspitze zu behalten.

Der Negativlauf soll am Samstag zu Hause gegen Schlusslicht Kapfenberg enden. Vier Spiele in Folge hat die SV Ried im Frühjahr verloren. Der Herbstmeister ist damit auf Tabellenplatz sechs abgerutscht. Gegen Kapfenberg hoffen die Rieder auf die Rückkehr ihres Trainers Paul Gludovatz, der zuletzt wegen eines grippalen Infekts gefehlt hat.

Sturm Graz und Wiener Neustadt haben es im bisherigen Bundesliga-Frühjahr gemeinsam auf ein erzieltes Tor gebracht. Vor dem direkten Duell am Samstag (16.00 Uhr) gaben sich die beiden Trainer Franco Foda und Peter Stöger zum Thema Ladehemmung aber gelassen. "Die Tore werden wieder fallen. Wir müssen nur Ruhe und Geduld bewahren", meinte Foda nach einem 1:0-Sieg und zuletzt gleich drei 0:0 im noch jungen Jahr 2012.

Der SV Mattersburg will seine Siegesserie fortsetzen und am Samstag (18.30 Uhr) im direkten Duell auch am Tabellensiebenten Wacker Innsbruck vorbeizeihen. Nach drei Siegen in Folge liegt das beste Frühjahrsteam nur noch drei Zähler hinter den Innsbruckern, hat zudem das bessere Torverhältnis. Mit einem vierten Erfolg in Serie würden die Burgenländer zudem ihren Bundesliga-Rekord aus der Saison 2004/05 einstellen.