Erstellt am 02. Dezember 2013, 16:43

Krisengipfel einigte sich auf Maßnahmenpaket. In einem Krisengipfel des Sportministeriums mit Österreichs Fußball-Bund und der Bundesliga ist am Montag ein sieben Punkte umfassendes Maßnahmenpaket im Kampf gegen den Wettbetrug verabschiedet worden.

 Dieses soll bis zum Saionstart 2014/15 umgesetzt werden. Anlässlich des aktuellen Wettskandals ist rund 90 Minuten konstruktiv verhandelt worden, um in der Causa nächste Schritte zu setzen. Teilnehmer am Meeting waren Sportminister Gerald Klug, vom ÖFB Präsident Leo Windtner, Generaldirektor Alfred Ludwig und Thomas Hollerer als Direktor für Recht und Administration, von der Bundesliga Präsident Hans Rinner, Vorstand Georg Pangl und Christian Ebenbauer als Vorstand Recht und Spielbetrieb, Tipp3-Aufsichtsratsvorsitzender Dietmar Hoscher sowie "Play Fair Code"-Präsident Günter Kaltenbrunner.

"Nur grenzübergreifend in den Griff zu bekommen"

Klug erinnerte dran, welche Auswirkungen Wett-Manipulation auf den Sport hat. "All die positiven Dinge, die der Sport für die Fans und die Jugend vermittelt, sind in der Sekunde weggeblasen, wenn Betrug im Spiel ist", erklärte der Politiker. "Wettbetrug ist aufs Härteste zu bekämpfen. Natürlich ist Wettbetrug ein weltweites Phänomen, und kein österreichisches Problem. Es ist nur grenzübergreifend in den Griff zu bekommen."

Windtner forderte eine vollständige Klärung des aktuellen Falls. "Die mutmaßlichen Wett-Manipulationen schaden dem Fußball. Wir werden alles unternehmen, um für eine rasche und lückenlose Aufklärung sämtlicher Sachverhalte zu sorgen", erläuterte der Verbandschef. "Dementsprechend wird es bei erwiesener Täterschaft drastische Sanktionen geben." Der Maßnahmenkatalog umfasst sieben Punkte.

Derzeit ist eine Europäische Konvention zur Bekämpfung von Wettbetrug in Ausarbeitung im Europarat. Der Entwurf wird noch im Dezember erwartet. Ziel ist ein besserer Informationsaustausch zwischen den Staaten, neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen Sport und den Behörden, einheitliche Tatbestände und mehr Präventionsarbeit.