Erstellt am 06. Juli 2011, 00:00

Kühbauer spricht Klartext. TIPP3 BUNDESLIGA / Admiras Meistertrainer schwört seine Elf nach den Negativschlagzeilen der letzten Wochen auf den Startschuss ein.

Didi Kühbauer, neben Franz Lederer und Paul Gludovatz der dritte aktuelle Bundesliga-Coach aus dem Burgenland, zeigt sich entspannt.FRANZ BALDAUF  |  NOEN
x  |  NOEN

VON BERNHARD SCHIESSER

Die Causa „Doppelverträge“, noch nicht ausbezahlte Meisterprämien – zuletzt gehörten der Admira die Schlagzeilen, sehr zum Ärger von Trainer Didi Kühbauer: „Wir haben in Österreich offenbar das Bedürfnis, immer nach dem Negativen zu suchen. Dabei hätte es zuletzt so viel Positives rund um die Admira zu berichten gegeben.“

Dass einige Spieler verbotenerweise mit zwei Verträgen ausgestattet worden sein sollen und daher einige sogar die Aberkennung des Titels gefordert hatten, sieht Kühbauer nicht ein: „Weil diese Dinge mit dem Sport nichts zu tun haben.“ Warum ausgerechnet seine Admira zuletzt mit so viel Aufmerksamkeit bedacht wurde, erklärt der 40-Jährige: „Weil Trenkwalder einen Namen hat und wir offenbar die Gabe haben, Leute, die Geld in den Fußball investieren, zu vergrämen. Bei Stronach war es nicht anders.“

Noch keine Nervosität vor  dem Meisterschaftsstart

Fakt ist, dass die Admira einen fünfstelligen Euro-Betrag Strafe zahlen muss (die Südstädter legten gegen das Urteil Protest ein), sportlich hat das Comeback im Fußball-Oberhaus oberste Priorität. Der Wahl-Wulkaprodersdorfer trifft mit seiner Mannschaft am 16. Juli auswärts auf Rapid – aufgrund des Platzsturms der grün-weißen Fans beim Derby gegen die Austria wird es ein Geisterspiel vor leeren Rängen. Ein Vorteil? „Nein, die Rapid-Spieler bleiben ja die gleichen. Mir wäre lieber gewesen, wenn alles normal abläuft. Meine Spieler hätten sich ein volles Stadion verdient gehabt.“

Der 40-Jährige peilt nach dem Bundesliga-Aufstieg in der letzten Saison mit seiner Truppe („Ich steh’ auf sie, wir haben einen super Draht zueinander“) fürs Erste den Klassenerhalt an. Konkurrenten? „Das werden Kapfenberg, Wiener Neustadt, Mattersburg, Innsbruck und vielleicht auch Ried sein.“ Vorab lässt sich Kühbauer jedenfalls nicht aus der Ruhe bringen, geschweige denn nervös machen. „Nervös bin ich nur, wenn ich zu spät nach Hause komme und meine Frau schimpft.“